Kelly Vollebregt im Wurf

Stand: 17.05.2026 • 20:02 Uhr

Borussia Dortmund und die HSG Blomberg-Lippe liefern sich ein packendes erstes Finale. Zwei Torhüterinnen machen den Unterschied.

Das erste Playoff-Final-Spiel in der Handball-Bundesliga der Frauen bescherte den Fans am Sonntag genau das, was sie erwarten, wenn der Erste und Zweite der Hauptrunde im Saisonfinale aufeinandertreffen: Hochspannung. Dabei führten die Blombergerinnen über weite Strecken des Spiels, ehe sie im Endspurt doch mit 27:28 (17:14) das Nachsehen hatten.

Dortmunds Guro Nestaker ist am treffsichersten

In der 18. Minute lagen die Blombergerinnen nach dem Treffer von Diana Dögg Magnusdottir erstmals mit vier Toren in Führung (13:9) und hatten sich bis dahin vor allem auf die Treffersicherheit von Nieke Kühne verlassen können. Die 21-jährige Nationalspielerin hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Treffer für die HSG erzielt.

Das war Werbung für den Handball. Beide Mannschaften hätten es verdient.

BVB-Keeperin Sarah Wachter nach Duell eins der Finalserie gegen Blomberg

Noch treffsicherer war in diesem ersten Finale allerdings die Norwegerin Guro Nestaker, die in der Schlussminute des ersten Durchgangs dafür sorgte, dass der BVB lediglich mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause ging. Nestaker war am Ende der Partie mit neun Toren beste Schützin, während Kühne nach dem Seitenwechsel nur ein weiterer Treffer gelang. Die BVB-Spielerin Kelly Vollebregt war mit sechs Toren drittbeste Schützin beim Finalauftakt.

An Kühne lag es aber nicht, dass der der Hauptrundensieger nicht mit einem Auswärtserfolg in die Finalserie gestartet ist. Der Grund dafür stand eher zwischen den Pfosten des BVB-Kastens. Dort zeigte Melinda Szikora mit acht Paraden eine starke Leistung, und in der Schlusssekunde, als die HSG vom Siebenmeterpunkt die große Chance zum Ausgleich hatte, war es ausgerechnet die nach einer Verletzung ins Team zurückgekehrte Sarah Wachter, die mit ihrer einzigen Parade im Spiel zum Matchwinner avancierte.

Am nächsten Sonntag steigt Spiel zwei in Blomberg

Damit trennt die Dortmunderinnen in der „Best of three“-Serie noch ein Auswärtssieg vom Meistertitel. Matchwinnerin Wachter ließ nach dem Ende der der Partie am Dyn-Mikrofon keinen Zweifel daran, dass „noch nichts gewonnen sei“, aber: „Den Schwung nehmen wir mit nach Blomberg.“ Dort steigt am nächsten Sonntag um 16.30 Uhr Spiel zwei der Serie.

Dass es spannend bleiben dürfte, dafür sprechen auch die vorherigen Duelle der beiden Mannschaften. In der Liga feierten sie jeweils Heimsiege und im DHB-Pokal-Halbfinale setzte sich der BVB knapp mit 35:32 durch und holte anschließend den Titel.

Unsere Quellen:

  • Spiel eins der Finalserie zwischen Borussia Dortmund und der HSG Blomberg-Lippe am 17. Mai 2026 beim Streaminganbieter Dyn
  • Handball Bundesliga Frauen (HBF)

Sendung: WDR.de, „Dortmund legt in Finalserie gegen Blomberg-Lippe vor“, 17.05.2026, 19:57 Uhr

Westdeutscher Rundfunk