Welche Wesen erwarten uns im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz? Die Wiener Medienkünstlerin Johanna Bruckner sucht in „The Perfect Perfect Dirty“ Antworten Foto: Johanna Bruckner
Was wird aus der immer jungen Hoffnung, Hochtechnologie, Wissenschaft und Kunst zu verbinden? Das Festival „The Gate“ in Stuttgart will das Tor in die Zukunft wieder aufstoßen.
Kühne Zukunftsträume einer Innovationen in der Hochtechnologie beflügelnden Kunst entwickelten legendäre Festivals wie der steirische herbst in Graz oder später die Multimediale in Karlsruhe seit den 1980er Jahren. In Stuttgart suchte in seinen ersten Jahren das Festival Filmwinter die Grenzen zwischen künstlerischer und technischer Innovation aufzuheben. Und nun – lädt uns „The Gate“ ein, in Stuttgart durch ein Zukunftstor zu gehen.
Von 18. Mai bis zum 22. Mai dreht sich bei „The Gate“ alles um die Schnittstellen von Wissenschaft, Technologie, Kunst und Gesellschaft. Organisiert wird das Festival durch Teams des von Michael Resch geleiteten Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS) der Universität Stuttgart auf dem Campus in Vaihingen (Nobelstraße 19) sowie des konzeptionell von Matthias Hauser gelenkten und etwa den Technologieunternehmer Matthias Stroezel mit getragenen Media Solution Center Baden-Württemberg , einer Plattform, die Akteurinnen und Akteure aus der digitalen Forschung, der Industrie sowie der Kunst verbindet. „The Gate“-Bühne ist das Höchstleistungsrechenzentrum.
Informierte sich wiederholt auch über das Projekt Cyber Valley: Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski Foto: mwk
Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Festival – und Petra Olschowski (Grüne), auch im Kabinett des neuen Ministerpräsidenten Cem Özdemir Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagt auf Anfrage: „,The Gate’ zeigt, wie Baden-Württemberg Zukunft gestaltet: Künstlerinnen und Künstler, Forschende und Kreative entwickeln gemeinsam neue Ideen und machen moderne Technologien erlebbar.“ Und Olschowski sagt weiter: „Internationale Gäste treffen dabei auf starke Partner aus unserem Land: vom HLRS über das Schauspiel Stuttgart bis zum Stuttgarter Kammerorchester.“ Olschowskis Fazit: „Wenige Tage nach dem Internationalen Trickfilmfestival und des Branchentreffs FMX setzt ,The Gate’ damit ein klares Zeichen: Baden-Württemberg verbindet Innovation mit Kultur und stärkt so seine Spitzenposition als kreativer und technologischer Standort.“
„The Gate“-Eröffnung ist am 18. Mai
Im wesentlichen drei Elemente weist das Festival aus: Erstens die „eCulture Convention“, eine Fachtagung, die Debatten, Diskussionen und Reflexionen über die Herausforderungen und Chancen im Zusammenspiel von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft fördern will. Zweitens die Ausstellung „The Gate Festival“, in der das Zusammenspiel von digitalen und künstlerischen Möglichkeiten gespiegelt werden soll. Ein Wiedersehen gibt es dabei etwa mit dem bereits im Stuttgarter Ballett präsentierten Tanzlabor-Beitrag von Carlos Strasser. Dritter Festival-Programmpunkt ist die „Reach-Werkstatt“, ein fünftägiger Workshop, in dem Teilnehmende ihre Ideen vorstellen und mit (Digital-)Spezialisten zu realisieren suchen.
Eröffnet wird „The Gate“ am 18. Mai um 15 Uhr. Wer dabei sein möchte, kann sich unter thegate-festival.com registrieren.