Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj: Darüber sollten sich die Russen nun Gedanken machen

Aktualisiert am 17.05.2026 – 23:56 UhrLesedauer: 31 Min.

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Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Er dankte seinem Geheimdienst und den Streitkräften für die Angriffe auf Moskau. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

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Kreml-Sprecher Peskow zeigt sich offen für Dialog mit EU. Selenskyj mit klarer Botschaft an Moskau. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Kreml-Sprecher Peskow zeigt sich offen für Dialog mit EU

Nach heftigen ukrainischen Drohnen-Angriffen auf Moskau hat Russland Gesprächsbereitschafft mit der EU signalisiert. „Die russische Seite ist dafür offen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag. Zugleich lehnte er aber eine Beteiligung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas an den Verhandlungen ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine versenkt russisches Küstenboot im Kaspischen Meer

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ein russisches Patrouillenboot „Swetljak“ im Kaspischen Meer mit einer Drohne versenkt. In einem vom Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ein Boot von einem unbemannten Flugobjekt getroffen wird. Browdi gab die Distanz zum Ziel mit 986 Kilometern an.

Das Kaspische Meer dient Russland im Ukrainekrieg als strategischer Rückzugsraum für seine Kriegsflotte, als sichere Abschussbasis für Marschflugkörper.

Ein Bild der ukrainischen Armee: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Mai 2026 vier russische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer versenkt.Vergrößern des BildesEin Bild der ukrainischen Armee: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Mai 2026 vier russische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer versenkt. (Quelle: SBS)

Nach ukrainischen Angaben ist die „Swetljak“ bereits das vierte russische Kriegsschiff, das in diesem Monat im Kaspischen Meer durch eine ukrainische Drohne versenkt wurde. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj äußert sich zu Angriffen auf Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Geheimdienst SBU sowie den Streitkräften der Ukraine für die Angriffe auf die Region Moskau gedankt. Die Drohnenattacken auf mehrere Industrieanlagen in dem Gebiet nannte Selenskyj „Langstreckensanktionen“. Weiter schrieb Selenskyj auf der Plattform X: „Unsere Reaktionen auf die Verlängerung des Krieges durch Russland und dessen Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden sind vollkommen gerechtfertigt.“ Russland müsse den Krieg beenden.

„Ich bin dem Sicherheitsdienst der Ukraine und allen Verteidigungskräften der Ukraine für ihre Präzision dankbar“, so Selenskyj weiter. Die Entfernung der Ziele zur Staatsgrenze der Ukraine betrage über 500 Kilometer. Außerdem sei die Konzentration der russischen Flugabwehr in der Region Moskau am höchsten. „Aber wir überwinden sie“, triumphierte Selenskyj.

Kiew antwortet damit auf die russischen Dauerangriffe der vergangenen Jahre gegen Ziele in der Ukraine. Nunmehr sollten sich Russen Gedanken „über ihre eigenen Raffinerien, ihre Ölförderanlagen und ihre Unternehmen machen und nicht darüber, wie sie das Leben anderer Völker zerstören können“, betonte Selenskyj. „Und diese Reichweite unserer Waffen ist es, die die Lage und die allgemeine Wahrnehmung des russischen Krieges in der Welt erheblich verändert.“ Der Krieg kehre somit nach Russland „in seinen Heimathafen zurück“.