Christian Eichner vom KSC klatscht in die Hände

Stand: 17.05.2026 • 19:45 Uhr

Beim Karlsruher SC ging an diesem Sonntag eine Ära zu Ende. Das Heimspiel gegen den VfL Bochum war das letzte von Cheftrainer Christian Eichner. Zum Abschied gab es Tränen.

Mit Tränen in den Augen ging Christian Eichner auf seine letzte Runde über den Rasen des Karlsruher Stadions. Er klatschte ergriffen in Richtung Fans, von den Tribünen kam der Applaus in tausendfacher Ausführung zurück. Fans hielten Schilder hoch mit den Worten „Danke Eiche“, Eichner selbst gab den Dank an die Fans zurück. Mit dem 34. Spieltag der 2. Bundesliga ging ein Ära beim KSC zu Ende.

Insgesamt rund sechseinhalb Jahre war Christian Eichner Cheftrainer des Karlsruher SC, zuvor hatte er schon als Interimstrainer, Co-Trainer und Jugendtrainer für die Badener gearbeitet. Auch als Spieler war Eichner für den KSC über viele Jahre aktiv. Entsprechend emotional verlief der Abschied nach dem Heimspiel gegen den VfL Bochum.

Eichner verabschiedet sich mit emotionaler Viedeobotschaft

Gemeinsam mit seinem Trainerteam, seinen Spielern und seiner Tochter im Arm stand Christian Eichner nach dem letzten Heim-Auftritt vor dem Fanblock. Auf der Anzeigetafel lief eine Videobotschaft, in der sich der 43-Jährige für sechseinhalb Jahre mit Höhen und Tiefen bedankte. „Es war die schönste Zeit meines Lebens“, sagte Eichner, es folgte tosender Beifall von den Rängen.

Christian Eichner war mehr als ein Angestellter eines professionellen Fußballvereins. Er identifizierte sich mit dem Club, den Fans, der Region. „Ich war – mit ein paar Unterbrechungen – 23 Jahre hier. Das war immer mein Zuhause neben meinem normalen Heimatverein vom Dorf. Es war meine Heimat“, sagte Eichner später im Interview mit SWR Sport, und ergänzte: „Es war eine Familie.“

KSC verliert beim Eichner-Abschied gegen Bochum

Dass der KSC sein letztes Heimspiel mit 1:2 gegen den VfL Bochum verlor, spielte am Ende nur eine untergeordnete Rolle. Kjell Wätjen hatte die Gäste in der 4. Minute in Führung gebracht, Shio Fukuda erzielte in der 19. Minute den Ausgleich für Karlsruhe. Den Siegtreffer für Bochum markierte Moritz-Broni Kwarteng in der 70. Minute. Somit beendete Karlsruhe die Saison auf Tabellenplatz zehn.

An diesem Sonntag in Karlsruhe stand aber weniger das Ergebnis, sondern vielmehr der Abschied des langjährigen Trainers im Mittelpunkt. Wie kann so ein Tag zu Ende gehen? „Ich werde heute noch ein paar Menschen treffen und mit ihnen den Abend verbringen, ohne die ich hier nicht stehen würde“, sagte Eichner, der schon in den vergangenen Jahren immer betonte, dass viele Menschen einen Anteil an seiner langen Tätigkeit beim KSC haben. Dankbarkeit und Demut – dies lebte Christian Eichner in Karlsruhe vor. Und was passiert nach dem Abend? „Dann wird es sich sicherlich morgen früh ein bisschen komisch und leer anfühlen“, so Eichner.

Südwestrundfunk