Es ist Punkt 9 Uhr am Samstagmorgen, als sich die Türen der Zietenstraße 42 auf dem Chemnitzer Sonnenberg zum ersten Mal offiziell für die Kundschaft öffnen. Und die Gäste standen bereits erwartungsvoll Schlange. „Es war ein absolut surreales Gefühl“, verrät Betreiber Miguel am Eröffnungswochenende. Bis zur allerletzten Minute sei es drunter und drüber gegangen – ein klassischer Endspurt auf der Baustelle eben. Doch pünktlich zum Startschuss war alles bereit.
Der erste Kaffee nach einer langen Nacht
Die allerersten Gäste des Tages? Ein junges Pärchen, das direkt nach einer durchfeierten Nacht den Weg zum neuen kulinarischen Hotspot des Viertels fand. Ihre Bestellung: Ein Latte Macchiato und ein Cappuccino – die perfekten Wachmacher für den Start in ein neues Kapitel auf dem Sonnenberg.
Unterstützung, die trägt: Rückhalt aus dem Umfeld
Bereits im Februar berichtete BLICK über die Pläne der Betreiber, die langjährige Lücke auf dem Sonnenberg zu schließen, die seit dem Auszug des russischen Spezialitätengeschäfts „Aleks“ im Jahr 2012 herrschte. Dass aus der Vision nun Realität wurde, verdanken die Betreiber auch ihren enormen Rückhalt. „Ohne mein Umfeld und meine Freunde wäre das so nicht möglich gewesen“, betont er sichtlich dankbar.
Das Projekt ist und bleibt familiär: Aktuell wird das Café zu zweit gewuppt, unterstützt von einer weiteren Person, die sich um den Instagram-Kanal kümmert. Hinzu kommt jede Menge tatkräftiger Support von Freunden und der Familie.
Eine Hommage an die familiären Wurzeln
Dieser familiäre Geist spiegelt sich auch im Namen wider: „Caniço“ ist der Mädchenname von Miguels Oma – eine Hommage an die portugiesischen Wurzeln seiner Eltern. Dass Miguel selbst auf dem Sonnenberg wohnt und das wirtschaftliche wie kulturelle Potenzial des oft unterschätzten Stadtteils schätzt, merkt man dem detailverliebten Ladenkonzept in jeder Ecke an.
Sein persönlicher Lieblingsort im Café? Ganz klar der Platz rund um das professionelle Kaffeesetup, wo die Kaffeekunst zelebriert wird.
Überschaubar, durchdacht und lecker: Die Speisekarte im Überblick
Für den Start hat sich das Team bewusst für ein überschaubares, aber bis ins kleinste Detail durchdachtes Angebot entschieden. Neben den klassischen Kaffeespezialitäten, für die Miguel bereits in den vergangenen Jahren mit seinem mobilen Kaffeewagen auf Events bekannt war, setzt das Café Caniço auf eine feine Auswahl an Snacks. Von Focaccia über Kuchen und Gebäcke sollte jeder fündig werden.
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Vom Klassiker bis zum Iced Latte: Die Getränkekarte setzt auf Qualität Bild: Miriam Eckardt
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Liebevoll gestaltet bis ins Detail: Die Karte bietet genau die richtige Mischung für den kleinen und großen Hunger. Bild: Miriam Eckardt
Der Tipp des Chefs: Espresso trifft Hausgemachtes
Für Miguel selbst gibt es ein absolutes „Must-have“ auf der Karte: Ein doppelter Espresso in Kombination mit der klassischen, hausgemachten Focaccia. Generell kommen auch Liebhaber der pflanzlichen Küche voll auf ihre Kosten, denn für die Focaccia und die süßen Begleiter stehen auch vegane Optionen bereit. Und auch die vierbeinigen Begleiter müssen nicht draußen warten: Hunde sind im Café herzlich willkommen.
Ein Treffpunkt für Nachbarn und Stammkunden
Obwohl das Wetter am Eröffnungswochenende recht wechselhaft war, mal bewölkt, mal mit ein paar Sonnenstrahlen, ließen sich die Besuchenden nicht abhalten. Es zog sowohl neugierige Nachbarn als auch langjährige Stammkunden der rollenden Bar an, die sich auf den Außensitzplätzen und im Innenraum verteilten.
Ein neues Wohnzimmer für den Sonnenberg
Die Eröffnung ist erst der erste Schritt für das junge Café. Neben neugierigen Nachbarn und langjährigen Stammkunden, die am Wochenende den Weg in die Zietenstraße fanden, hat der Sonnenberg nun dauerhaft eine feste Anlaufstelle für erstklassigen Kaffee und ein neues Wohnzimmer gewonnen – eines, in dem Nachbarschaft gelebt wird.
Ausblick: Das Viertel feiert am kommenden Samstag
Passend dazu steht auch schon das erste Highlight vor der Tür: Zum Sonnenberger Kulturfestival „Hang zur Kultur“, das am kommenden Samstag, dem 23. Mai stattfindet, öffnet das Café selbstverständlich ebenfalls seine Türen. Weitere Infos zum „Hang zur Kultur“ hier.

Neueröffnung in Chemnitz: Dieses Café schließt eine langjährige Lücke

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