- Das Pusdorfer Kulturmobil ersetzt nach fünf Jahren seinen grünen Bulli durch ein elektrisch betriebenes Lastenrad für Fahrten zu Kindern in Bremen-Woltmershausen.
- Ute Steineke vom Kulturhaus Pusdorf nennt hohe Kosten und Reparaturen des Bullis sowie Umweltaspekte als Gründe für den Wechsel zum E-Lastenrad.
- Das Kulturmobil macht im Mai, Juni, August und September mittwochs an verschiedenen Standorten im Stadtteil Halt; weitere Infos unter www.kulturhaus-pusdorf.de.
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Kein ewiger Stau, keine nervigen Parkplatzprobleme, keine atemberaubenden Abgase: Das Pusdorfer Kulturmobil kommt zukünftig auf zwei Rädern und elektrisch zu den Kindern in Woltmershausen. Warum der grüne Bulli nach fünf Jahren Geschichte ist und an seine Stelle nun ein E-Lastenrad tritt.
„Der Bulli ist uns zu teuer geworden“, erzählt Ute Steineke vom Kulturhaus Pusdorf, „denn der Bulli ist für kurze Strecken nicht geeignet.“ Selten sei der grüne Bus schneller als 30 oder 40 km/h gefahren, dazu viele Stopps an der Ampel. „Das ergab viele Reparaturen, da das für den Motor nicht gut ist.“ Zudem sei der Filter des Diesels im vergangenen Jahr völlig verrußt gewesen, auch eine Folge der unzureichenden Bewegung: „Auf der Autobahn kommt der Motor auf eine hohe Temperatur, dann wird der Ruß weggebrannt“, sagt Ute Steineke, „Motoren wollen bewegt werden und auf Tempo kommen. So ein Bus muss also viel bewegt werden, doch lange Strecken und hohe Geschwindigkeiten erzielen wir nicht mit unseren Stadtteil-Aktivitäten. Und vom Kulturhaus bis zum Pusdorfer Marktplatz ist da leider keine lange Strecke zu fahren.“
Günstige Alternative für das Kulturmobil
Zu Zeiten der Corona-Pandemie sei der Bus damals gekauft worden, „da haben wir mit dem Bus auch mehr gemacht, doch nun ist das nicht mehr so“. Die Aktionen des Kulturmobils seien der Hauptzweck des Bullis gewesen, doch die, so Ute Steineke, hätten nur ein halbes Jahr ausgefüllt. Solch einen Bus lediglich für ein halbes Jahr zu finanzieren, sei letzten Endes zu teuer gewesen. Eine Alternative musste also her. Das Team des Pusdorfer Kulturhaus überlegte. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist nun in Kulturhaus-Blau zu bewundern.
„Das ist ja auch gleich viel sympathischer, so ohne Verbrenner herumzufahren“, meint Ute Steineke. „Und wir sind im Kulturhaus auch drei Fahrradfahrerinnen, das passt auch viel besser.“
Kulturmobil improvisiert bei Regen
Die Materialien, vor allem die Sachen des Kulturmobils wie Kreide, Ton oder Pappe, passen auch alle in die Cargobox – dank der XL-Version des E-Lastenrades, das übrigens aus einem Laden im Stadtteil stammt. „Nur der Pavillon passt nicht, da müssen wir improvisieren.“ Doch bei der Kulturmobil-Station an der Grundschule Rablinghausen gebe es einen Unterstand und das Spielhaus Kamphofer Damm verfüge über einen eigenen Pavillon.
„Nur im Juni am Warturmer Platz wird es spannend, da müssten wir bei Regen unter die Bäume“, sagt Ute Steineke. Doch wenn es mal gar nicht anders ginge, könne man sich ein- bis zweimal im Jahr auch ein Auto von Cambio mieten, „das ergibt dann mehr Sinn“.
E-Lastenrad für Kulturmobil kostet 9800 Euro
Die Kulturmobil-Betreuerinnen Marieke Schulting und Lucia Öhring seien übrigens selber Lastenradfahrerinnen, eine Umgewöhnung sei da nicht vonnöten, und überhaupt seien die beiden Frauen „total unkompliziert und flexibel. Dann wird bei Regen eben nicht auf Papier gezeichnet, sondern es wird das Programm an das Wetter angepasst.“
Das E-Lastenrad kommt neben dem Kulturhaus-Blau, Riemenantrieb und sechs Gängen außerdem mit einer Halterung für Schirm oder Fahne daher, da sei man gleich viel präsenter, meint Ute Steineke. All dies hat unterm Strich rund 9800 Euro gekostet. Der Verkauf des Bullis habe die gleiche Summe erbracht, und da im Jahr 2021 die Senatskanzlei den Bulli bezahlt habe, musste vorher Rücksprache gehalten werden. „Das haben wir besprochen und es wurde für gut befunden“, auch aus Umweltschutzgedanken, so Ute Steineke.
Alter Bulli fand schnell neue Liebhaber
Also ging der alte Bulli in den Verkauf, wo er anscheinend bereits ersehnt wurde – so einige Menschen hätten sich für das Fahrzeug interessiert, da es noch nicht vollelektronisch dahergekommen sei. So habe das Auto sogar noch Kurbeln für die Fenster gehabt, „da geht nicht viel kaputt“, der Motor sei bekanntermaßen auch nicht viel gelaufen, also: ein deckungsgleiches Geschäft. Das war dem Team des Kulturhauses wichtig – und: „Möglichst groß sollte das Rad sein, möglichst stabil und hier im Stadtteil gekauft.“
Info
Das nunmehr zweirädrige und elektrische Kulturmobil macht an folgenden Terminen im Stadtteil Halt: Im Mai steht es an jedem Mittwoch von 16 bis 18 Uhr auf dem Elefantenspielplatz am Kamphofer Damm. Im Juni können es die Kinder mittwochs von 15 bis 17 Uhr am Warturmer Platz vor der Kita finden. Mit Ausnahme der Ferienzeit steht das Kulturmobil im August und September an jedem Mittwoch von 16 bis 18 Uhr am Schulhof der Grundschule Rablinghausen, Dorfkampsweg 50. Weitere Informationen sind unter www.kulturhaus-pusdorf.de erhältlich.
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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