Die Hannoveraner müssen sieben Jahre nach dem Abstieg weiter auf die Rückkehr in die Bundesliga warten. Die Ernüchterung ist riesig.
Nach der verpassten Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga herrschte bei Hannover 96 Schockstarre. Er empfinde „unfassbare Leere“, sagte Kapitän Enzo Leopold mit glasigen Augen nach dem unnötigen 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg, durch das 96 den Relegationsplatz noch an den SC Paderborn abgeben musste.
„Wir haben es uns ganz anders vorgestellt, es ist einfach unfassbar bitter, dass wir so eine gute Saison im letzten Spiel nicht krönen können. Das tut richtig, richtig weh“, sagte Leopold, während auch Trainer Christian Titz haderte. „Wir sind maximal enttäuscht“, befand der 55-Jährige.
Hannover vergibt vielversprechende Ausgangslage
„Wir hatten uns in eine sehr gute Ausgangssituation gebracht, aber wir haben es in den letzten Spielen nicht geschafft. Normalerweise reicht es, drei Tore zu Hause zu schießen, um das Spiel für sich zu entscheiden“, führte Titz aus.
Auch das 3:3 gegen Absteiger Preußen Münster am 32. Spieltag im eigenen Stadion schmerzte die Hannoveraner am Sonntag noch sehr. Letztlich fehlten nur zwei Punkte auf Paderborn und auch auf den direkten Aufsteiger SV Elversberg.
Mitgefühl gab es derweil vom Trainer des Gegners. „Man fühlt da natürlich mit. Das ist eine ganz schwierige Situation, aber das gehört zum Fußball dazu“, sagte der einstige Weltmeister Miroslav Klose – zeigte sich aber gleichzeitig zufrieden damit, dass seine Nürnberger in einem aus eigener Sicht unbedeutenden Spiel eine starke Leistung gezeigt hatte.
In Hannover beginnt hingegen nun das Wundenlecken. Seit 2019 warten die ambitionierten Niedersachsen schon auf den Wiederaufstieg. „Die Spieler können wir heute nicht mehr aufbauen. Wir wissen, dass wir einen Saisonverlauf hatten, wo deutlich mehr drin gewesen wäre“, sagte Titz.
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