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News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland antwortet nach Drohnenangriffen auf Moskau mit Attacken auf zwei ukrainische Großstädte.
Update, 6:55 Uhr: Die Zahl der Verletzten bei dem russischen Raketenangriff auf ein Wohnviertel in Dnipro ist gestiegen. Nach ukrainischen Angaben sind mindestens 18 Menschen verletzt worden, darunter ein zweijähriges Mädchen und ein zehnjähriger Junge. „Russland hat Dnipro mit Raketen beschossen. Ersten Berichten zufolge wurde ein Wohngebiet getroffen. Die Bedrohung hält an. Bleiben Sie an sicheren Orten“, erklärte Oleksandr Hanzha, Leiter der Gebietsmilitärverwaltung Dnipropetrowsk, auf Telegram. Die Stadt war zuvor stundenlang unter Dauerbeschuss gestanden – zunächst durch Drohnen, ehe Russland in den frühen Morgenstunden Raketen einsetzte.
An der Front gibt es im Ukraine-Krieg kaum noch Bewegung. (Archivbild) © —/Ukrinform/dpaTransparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Angriffe auf Odessa und Dnipro
Update, 18. Mai, 5:50 Uhr: Russland hat die massiven ukrainischen Drohnenattacken auf Moskau in der Nacht mit Gegenangriffen beantwortet. Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf Regionen im Zentrum und Süden der Ukraine wurden Behördenangaben zufolge mindestens zwölf Menschen verletzt. In der Hafenstadt Odessa trafen Drohnen demnach ein Wohngebäude und verletzten einen elfjährigen Jungen sowie einen 59-jährigen Mann. In der Stadt Dnipro wurden den Angaben zufolge mindestens neun Menschen verletzt, darunter ein Kind. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.
Ukraine-Krieg aktuell: Kreml zeigt sich offen für Dialog mit EU
Update, 21:22 Uhr: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat sich offen für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Europa gezeigt. Das berichtet der Kyiv Independent. „Die aktive Diskussion dieses Themas – die Verschiebung hin zum Verständnis, dass sie irgendwann mit den Russen sprechen müssen – ist gut“, sagte Peskow dem russischen Propagandisten Pawel Sarubin. Russland sei bereit, die Kommunikation wiederaufzunehmen, und er hoffe, dass ein „praktischer Ansatz“ Gestalt annehme, so Peskow weiter. Gleichzeitig kritisierte der Kreml-Sprecher EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und bezeichnete sie als ungeeignet für künftige Verhandlungen im Ukraine-Krieg.
Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlich
Fotostrecke ansehenSelenskyj über die Lage des Ukraine-Kriegs: Langstreckenwaffen als Gamechanger
Update, 20:38 Uhr: Die vergrößerte Reichweite der neuesten ukrainischen Waffen ändert nach Meinung von Präsident Wolodymyr Selenskyj die Lage im Krieg erheblich. In seiner abendlichen Videoansprache hob er die Wirkung der jüngsten Angriffe gegen die russische Hauptstadt Moskau und andere weit entfernte Ziele in Russland hervor. „Die Entfernung zu den Zielen beträgt diesmal mehr als 500 Kilometer, was auch deshalb von Bedeutung ist, weil die Region Moskau am stärksten mit russischen Luftabwehrmitteln gesättigt ist“, sagte er. „Aber die ukrainischen Langstreckenwaffen überwinden dies bereits.“
Update, 19:45 Uhr: Eine Fahrzeughalle des von Russland besetzten ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach russischer Darstellung von ukrainischer Artillerie getroffen worden. Das Gebäude sowie einige darin abgestellte Busse seien dabei beschädigt worden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilte die Verwaltung des Kraftwerks mit. Zudem sei eine ukrainische Drohne beim Anflug auf das Kraftwerk von der Flugabwehr zerstört worden. Von ukrainischer Seite gab es dazu keine Erklärung.
Russland greift im Ukraine-Krieg erneut zivile Gebiete an – drei Verletzte in Cherson
Update, 17:04 Uhr: Russland hat im Ukraine-Krieg erneut zivile Gebiete in der Region Cherson mit Drohnen angegriffen und dabei drei Menschen verletzt. Die Attacke am Sonntagnachmittag reiht sich in eine verheerende Angriffswelle des Wochenendes ein.
In der Ortschaft Seleniwka traf eine Kamikaze-Drohne gegen 13 Uhr Ortszeit ein Wohngebiet, wie die Militärverwaltung der Region Cherson mitteilte.
Update, 15:36 Uhr: Bei massiven ukrainischen Gegenangriffen mit mehr als 100 Drohnen sind nahe Moskau nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow sprach auch von fünf Verletzten, nachdem im Zuge der Angriffe zahlreiche Wohnhäuser beschädigt worden seien. In Moskau berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten beim Angriff auf eine Ölraffinerie. Getroffen worden seien Bauarbeiter nahe der Anlage, das Werk selbst sei technisch weiter intakt.
Ukraine-Krieg: Selenskyj bezeichnet Gegenschläge gegen Russland als „völlig gerechtfertigt“
Update, 14:03 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gegenschläge mit Drohnen gegen Moskau und die Hauptstadtregion als „völlig gerechtfertigt“ bezeichnet. Es handele sich um die Reaktion des Landes auf den andauernden russischen Angriffskrieg, teilte der Staatschef bei Telegram mit. Er veröffentlichte auch ein Video mit einer großen Rauchwolke in der Ferne – als angeblichen Beweis für die folgenreichen Angriffe nahe Moskau.
„Die Konzentration der russischen Luftabwehr in der Region Moskau ist am größten. Aber wir überwinden sie“, sagte Selenskyj. Die ukrainischen weitreichenden Drohnen hätten Ziele in 500 Kilometer Entfernung von der Staatsgrenze der Ukraine erreicht. „Wir sagen den Russen ganz klar: Ihr Staat muss diesen Krieg beenden“, sagte er weiter. „Die ukrainischen Hersteller von Drohnen und Raketen setzen ihre Arbeit fort.“ Bei den Gegenschlägen gegen russische Ziele arbeiten der ukrainische Geheimdienst SBU und das Militär oft zusammen. „Ich danke dem SBU und allen Verteidigungskräften der Ukraine für ihre Treffsicherheit“, sagte Selenskyj.
Update vom 17. Mai, 8:08 Uhr: Russland hat in der Nacht auf Sonntag nach eigenen Angaben mehr als 500 ukrainische Drohnen abgefangen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe über mehr als einem Dutzend russischer Regionen insgesamt 556 Drohnen „abgefangen und zerstört“. Die russischen Behörden hatten zuvor erklärt, bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region der Hauptstadt Moskau seien mindestens drei Menschen getötet worden.
Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe gegen russisches Territorium
Update vom 17. Mai, 6:35 Uhr: Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Nacht zum Sonntag sind russischen Behörden zufolge mindestens drei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. Die Region rund um die russische Hauptstadt Moskau sei zum Ziel eines „groß angelegten“ ukrainischen Drohnenangriffs geworden, erklärte der örtliche Gouverneur Andrej Worobjow im Onlinedienst Telegram. Dabei sei in der Ortschaft Chimki nordwestlich der Hauptstadt eine Frau getötet worden, während zwei Männer in einem Dorf nordöstlich von Moskau getötet wurden. In der Region Moskau seien mehrere Wohnhäuser beschädigt und „Infrastruktur“ angegriffen worden, fügte Worobjow hinzu.
Update, 21:38 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat im Ukraine-Krieg die Unterbrechung aller Lieferketten für russische Raketen- und Drohnenkomponenten als oberste Priorität bezeichnet. Bei dem Angriff auf Kiew in dieser Woche seien Raketen eingesetzt worden, die noch in diesem Jahr produziert worden seien.
„Ohne Komponenten von Unternehmen in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten hätten die Russen diese Raketen schlicht nicht herstellen können“, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache. Dasselbe gelte für die meisten anderen Waffen, mit denen ukrainische Städte und Wohnhäuser beschossen würden.
Update, 20:00 Uhr: Moldaus Präsidentin Maia Sandu hat ein Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur vereinfachten Vergabe der russischen Staatsbürgerschaft an Bewohner Transnistriens als mögliches Rekrutierungsinstrument für den Ukraine-Krieg bezeichnet. Das berichtet der Kyiv Independent.
„Wahrscheinlich brauchen sie mehr Menschen, die sie in den Krieg in die Ukraine schicken können“, sagte Sandu am Samstag auf der Lennart-Meri-Konferenz in Tallinn. Putin hatte das Dekret am 15. Mai unterzeichnet – es erlaubt Bewerbern aus der von Russland kontrollierten moldauischen Separatistenregion, Aufenthaltspflichten sowie Sprach- und Staatsbürgerschaftstests zu umgehen.
Update, 18.29 Uhr: Frankreich hat sich bereit erklärt, mit der Ukraine bei der Entwicklung eines ballistischen Raketenabwehrsystems zusammenzuarbeiten. Das gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag nach einem Telefonat mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron bekannt. „Frankreich ist bereit, an Maßnahmen zur Raketenabwehr zu arbeiten. Das ist eine starke Entscheidung und ein wichtiger Schritt. Wir haben besprochen, wie wir unsere Fähigkeiten zur Abwehr russischer Angriffe stärken können“, sagte Selenskyj.
Ukraine mit Angriff auf Russland – ein Zivilist stirbt nach russischen Angaben
Update, 16:13 Uhr: In der russischen Grenzregion Belgorod ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Angaben der Behörden am Samstag ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff sei ein Fahrzeug in der Stadt Krasnaja Jaruga getroffen und ein „Zivilist“ getötet worden, teilten die Regionalbehörden mit. Nach einer dreitägigen Waffenruhe rund um den Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland hatten Russland und die Ukraine wieder mit gegenseitigen Angriffen begonnen. Die Waffenruhe war in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen.
Update, 13:15 Uhr: Die Ukraine hat nach Angaben aus Kiew erneut Hunderte Soldatenleichen von Russland zurückerhalten. Die sterblichen Überreste von 528 Gefallenen, bei denen es sich nach Angaben der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der ukrainische Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Vermittelt habe das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.
Verluste für Russland
Update, 11:00 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1230 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,34 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem will die Ukraine einen Hubschrauber zerstört haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
- Soldaten: 1.347.620 (+1230 zum Vortag)
- Panzer: 11.937 (+2)
- Artilleriesysteme: 42.133 (+48)
- Luftabwehrsysteme: 1381 (+2)
Ukraine-Krieg aktuell: Explosionen in russischer Chemiefabrik
Update, 8:50 Uhr: Die Ukraine hat erneut russisches Territorium ins Visier genommen: Ein Drohnenangriff hat das Chemiewerk Asot im russischen Newinnomyssk im Stawropoler Kraj getroffen und dort einen Brand ausgelöst. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte den Angriff in der Nähe von Newinnomyssk und erklärte laut Astra, es habe „keine Opfer oder Schäden“ gegeben – ohne dabei auf das in russischen Telegram-Kanälen dokumentierte Feuer im Werk einzugehen. Die Stadt liegt etwa 250 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Ukraine-Krieg aktuell: Neun Verletzte in Belgorod nach ukrainischem Drohnenangriff
Erstmeldung: Neun Menschen sind im westrussischen Belgorod nach Behördenangaben durch den Einschlag einer ukrainischen Drohne in einem Wohnhaus verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein dreijähriges Mädchen, teilte der Krisenstab der Region bei Telegram mit. Den vom Stab veröffentlichten Bildern zufolge wurde ein zehnstöckiger Wohnblock getroffen, die Fassade und etliche Balkons beschädigt.
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