18.05.2026 – 09:30

Hessisches Landeskriminalamt

Wiesbaden / Frankfurt (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamtes

Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat das Hessische Landeskriminalamt am 12.05.2026 einen 67-jährigen deutschen Staatsangehörigen festgenommen, der dringend verdächtig ist, vor fast 25 Jahren seine damals 16-jährige Tochter getötet und deren Leichnam in den Main geworfen zu haben (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/5880985).

Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt, die sodann Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes anordnete.

Die entscheidenden Hinweise ergaben sich durch die internationale Kampagne „Identify Me“, im Rahmen derer im Oktober 2024 dazu aufgerufen wurde, Hinweise auf die Identität des „Mädchens aus dem Main“ und zur Ermittlung des Täters zu geben.

Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung wurden die Ermittlungen mit unverminderter Intensität fortgeführt, was nun zur Festnahme des Tatverdächtigen führte.

Der 67-Jährige, der in Pakistan geboren ist, soll seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach durch eine Vielzahl brutaler Schläge getötet haben. Sodann soll er den Leichnam der 16-Jährigen in ein Bettlaken eingewickelt, verschnürt und die verpackte Leiche an einem Sonnenschirmständer befestigt und ihn in Frankfurt in den Main geworfen haben. Der Leichnam wurde am Nachmittag des 31. Juli 2001 im Main treibend von Passanten entdeckt.

Die nach wie vor mit erheblicher Intensität geführten Ermittlungen dauern an.

Hintergrund zu „Identify Me“:

„Identify Me“ ist eine internationale Fahndungskampagne zur Identifizierung von Frauen, deren Leichen in sechs europäischen Ländern gefunden wurden und von denen viele vermutlich einem Tötungsdelikt zum Opfer fielen.
Die meisten Fälle sind ungeklärte Altfälle; Frauen, die vor 10, 20, 30 oder sogar 40 Jahren starben. Ihre Leichen wurden in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden oder Spanien gefunden.
Trotz umfangreicher lokaler Ermittlungen konnten sie nicht identifiziert werden und Hinweise deuten darauf hin, dass einige von ihnen aus anderen Ländern stammen könnten. Wer sie sind, woher sie kommen und warum sie sich in diesen Ländern aufhielten, ist unbekannt. Vgl. dazu auch die Fahndungsseite des Bundeskriminalamtes https://www.bka.de/DE/Landingpages/Identifyme/identifyme_node.html).

Die Pressehoheit obliegt der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main.

Rückfragen bitte an:

Hessisches Landeskriminalamt
Virginie Wegner
Telefon: 0611/83-80100
E-Mail: kommunikation.hlka@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de

Original-Content von: Hessisches Landeskriminalamt, übermittelt durch news aktuell