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Besser geht nicht! Dynamo Dresdens „Fußballgott“ beendet mit dem Zweitliga-Klassenerhalt seine Profi-Karriere. Entsprechend emotional wurde es beim 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel zum Saisonfinale.

„Die Atmosphäre und die Choreo waren einzigartig. Es hat von Anfang bis Ende alles gepasst. Für mich ist das ein versöhnlicher Abschied, ich bin mit mir im Reinen. So habe ich mir das vorgestellt“, sagte der scheidende Kapitän Stefan Kutschke (37) nach seinem 189. und letzten Spiel für die SGD.

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Zuvor bedankte er sich vor 30.000 Zuschauern im Stadion in einer emotionalen Rede für eine unfassbare Reise. Zunächst bei seiner Mutter: „All diese schönen Momente habe ich dir zu verdanken. Wer hätte vor 37 Jahren gedacht, dass es ein Junge aus Dresden Johannstadt, aus dem Plattenbau bis in die Bundesliga schafft.“ Dann bei seiner Frau Marie-Louise: „Du hast mir immer den Rücken freigehalten, bist eine tolle Ehefrau und perfekte Mutter.“

Mit einer eindrucksvollen Choreo verabschiedeten die Fans im K-Block „Kutsche“ in die Fußball-Rente

Mit einer eindrucksvollen Choreo verabschiedeten die Fans im K-Block „Kutsche“ in die Fußball-Rente

Foto: Oliver Mueller/Jan Huebner

Und schließlich bei allen Mitarbeitern, dem kompletten Staff und – ganz besonders – bei den Fans. „Ihr habt mir trotz meiner Vergangenheit die Chance gegeben. Dafür bin ich euch mehr als dankbar.“ Damit meint Kutschke seine Zeit bei RB Leipzig vor seinem ersten Wechsel zu Dynamo.

Auch einen Blick nach vorn wagte „Kutsche“ schon, verbunden mit einem Versprechen: „Es wird auch in Zukunft nur gemeinsam gehen. Ich werde mich auch in meiner neuen Rolle für Dynamo zerreißen.“ Der (jetzt) Ex-Profi wird im sportlichen Bereich eingebunden, soll zunächst im Verein überall hinter die Kulissen schauen und eingearbeitet werden.

Dynamo-Idole, Freunde und jetzt Ex-Stürmer: Ralf Minge (l.) und Stefan Kutschke

Dynamo-Idole, Freunde und jetzt Ex-Stürmer: Ralf Minge (l.) und Stefan Kutschke

Foto: Olaf Rentsch

Zunächst aber freut sich die Sturm-Kante auf den wohlverdienten Urlaub – und den Start in eine neue Zeitrechnung. „Wir fliegen nach Griechenland in ein schönes Familien-Hotel. Ganz in Ruhe abends bei einem Getränk alles nochmal Revue passieren lassen. Und mal nicht denken: Morgen ist ein Lauf, wo laufe ich lang und was für einen Puls brauche ich. Das ist schon schön. Aber ich werde es auch vermissen.“

Minge hält Kutschke-Laudatio

Auch das war eine tolle Geste: Die Abschieds-Laudatio hielt kein Geringerer, als Dynamo-Legende Ralf Minge (65), der Kutschke 2016 in seiner Funktion als Sportdirektor nach Dresden holte. „Was soll man jetzt für Superlative finden. Die Leute haben dich mit Sicherheit nicht wegen deiner Dribblings und Finten gefeiert. Sondern weil du zu hundert Prozent dein Herz für die SGD auf dem Platz gelassen hast“, sagte der einstige Top-Stürmer. „Mein Wunsch und der vieler Fans ist, dass du in der neuen Funktion dem Verein möglichst lange erhalten bleibst. Und dieses Herzblut, das den Verein ausmacht, weiter reinbringst.“

Das versprach der Dresdner Junge noch auf dem Rasen: „Es war mir eine Ehre, hier spielen zu dürfen. Dynamo Dresden ein Leben lang…“