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Beim Tech-Event „Experts meet Experts“ ließ der TV-Hersteller TCL „die Hüllen fallen“ und gewährte einen seltenen Einblick auf die Mini-LED-Backlight-Systeme der neuen LCD-TV-Modelle.
Die bemerkenswerten Einblicke sollen verdeutlichen, wie stark TCL das Mini-LED-Backlight bei den Premium-TVs verbessern konnte. Mehr Mini-LEDs und eine noch präzisere Ansteuerung sollen die Premium-LCD-TVs von TCL erstmals zum OLED-Bezwinger machen.
20000 Dimming-Zonen und bis zu 10000 Nits
Die größten HDR-Kontrastsprünge vermitteln die TCL-TVs X11L. Die SQD-Mini-LED-LCDs kombinieren ein extrem feines vollflächiges Mini-LED-Backlight-Raster (Blaulicht-LEDs) mit einer verbesserten Super-Quantum-Dot-Farberzeugung.
Bis zu 10000 Nits, 20000 Dimming-Zonen und eine Local-Dimming-Ansteuerung in 26-Bit-Präzision sollen die X11L-SQD-Modelle selbst im Premium-HDR-TV-Segment herausstechen lassen.
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Durch die besonders feinfühlige LED-Ansteuerung soll eine optimale Kontrolle bei der HDR-Kontrastdarstellung garantiert werden: TCL will typische LCD-Blooming-Effekte und ein LED-Helligkeitspumpen auf ein Minimum begrenzen.
Die einzigen TCL-TV-Modelle, die technisch in ähnliche Regionen vorstoßen, sind die neuen RM9L-Geräte. Hier erzeugen RGB-Mini-LEDs die Farblichtanteile direkt über das Backlight – ganz ohne Quantum-Dot-Filter. Doch gerade beim HDR-Kontrast sieht TCL große Vorteile bei den SQD-Modellen.
TCL erklärt den „Zonen-Kontrast“
Tausende Mini-LED-Dimming-Zonen klingen auf dem Papier beeindruckend, doch am Ende des Lichtwegs warten Millionen von LCD-Pixeln darauf, die LED-Lichtinformationen pixelperfekt zu filtern. Mini-LEDs können als Backlight somit nur die grobe Richtung vorgeben.
Versteht man ein Mini-LED-Backlight-System als ein zusammenhängendes Netz, dessen benachbarte Knotenpunkte sich gegenseitig beeinflussen können, wird verständlicher, weshalb die Dimming-Zonen-Anzahl allein noch nichts über den tatsächlichen Bildkontrast aussagt.
Um dass effektive Kontrastpotenzial von LED-LCD-TVs verständlicher zu machen, setzt TCL auf eine weitere Qualitätseinstufung: den sogenannten „Zonen-Kontrast“. Hierbei soll verdeutlicht werden, innerhalb welches Local-Dimming-Rasters das maximale Kontrastpotenzial abgerufen werden kann.
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Vor allem die Modellreihen X11L und der RM9L können sich hierbei sichtbar auszeichnen. Der 98X11L erreicht laut TCL mit ca. 20000 Local-Dimming-Zonen einen simulierten „Kontrast-Zonen“-Wert von 2222. Beim 98RM9L mit ca. 11500 RGB-Dimming-Zonen (3840 Weißlicht-Dimming-Zonen) sinkt dieser Wert auf 444.
Günstigere TV-Modelle wie der C7L oder RM7L liegen deutlich unterhalb dieser Qualitätseinstufung. Obwohl auch hier tausende Mini-LED-Dimming-Zonen geboten werden, sinkt die Zonen-Kontrast-Angabe auf zweistellige Werte. Der effektiv wahrnehmbare Kontrastumfang fällt damit sichtbar eingeschränkter aus.
Der Blick hinter den LCD-Filter erklärt die Qualitätsunterschiede
Der direkte Blick auf das freigelegte Mini-LED-Backlight zeigt: Erst die besonders aufwändigen SQD- und RGB-Mini-LED-Modelle X11L und RM9L sind in der Lage, Bildstrukturen allein über die Hintergrundbeleuchtung nachvollziehbar darzustellen.
TCL X11L
TCL C8L
Zeigt ein C8L auf Basis von Blaulicht-LEDs zumindest ein vergleichbares Backlight-System wie ein X11L (wenngleich mit deutlich weniger Dimming-Zonen), so sind die Unterschiede bei den RGB-Mini-LED-LCD-TVs noch viel dramatischer.
TCL RM9L
TCL RM7L
Der RM9L ist mit einem vollwertigen RGB-Mini-LED-Backlight-System ausgestattet: Jede Dimming-Zone setzt sich aus einzeln dimmbaren RGB-Elementen zusammen. Um Color-Crosstalk zu minimieren, sind die RGB-Felder Zeile für Zeile um 180 Grad gedreht.
TCL RM9L
TCL RM7L
Beim günstigeren RM7L fällt das Backlight-System dagegen deutlich einfacher aus. Weniger Dimming-Felder, eine gröbere Farbmischung und geringere Spitzenhelligkeiten sorgen für schwächere HDR-Kontraste.
HDR in Bestform: TCL will OLED übertreffen
Die extrem feinen Mini-LED-Backlight-Strukturen der TCL-TV-Modelle X11L und RM9L ermöglichen es, Bilddetails bereits vor dem LCD-Layer präzise herauszuarbeiten. Bei günstigeren Mini-LED-LCD-TVs reichen die Mini-LED-Dimming-Zonen hingegen nicht aus, um die Details des finalen Bildes allein auf Basis des Backlights nachvollziehbar zu gestalten.
Mini-LED-Backlight ohne LCD-Filter, links: TCL C8L & RM7L, rechts: TCL X11L & RM9L
Der Direktvergleich zeigt: Nur die Premium-Mini-LED-LCD-TVs X11L und RM9L erzeugen den Großteil der HDR-Kontrastwirkung direkt über das Backlight – eine entscheidende Voraussetzung für besonders hohe Spitzenhelligkeiten ohne starkes Blooming.
Trotz des enormen Backlight-Aufwands bleiben die SQD-Premium-TVs erstaunlich flach: Die X11L-Displays erreichen eine durchgängige Bautiefe von kaum mehr als zwei Zentimetern. Das kommt auch der Bildqualität zugute: Durch die geringen Abstände sämtlicher Filter werden Streulicht-Kontrastverluste auf ein Minimum begrenzt.
Bildquelle: Auerbach Verlag, TCL
Bessere Local-Dimming-Kontraste, immer höhere Spitzenhelligkeiten und zugleich flachere TV-Displays: TCL demonstriert mit den X11L- und RM9L-Premium-TVs eindrucksvoll, dass sich die LCD-Technologie nicht hinter OLED-Superlativen zu verstecken braucht.
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