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Uns auf Google folgenCubeCube ruft aktuell mehrere Modelle von E-Bikes zurück (Symbolfoto). © Manfred Segerer/Imago

Cube ruft mehrere E-Bike-Modelle zurück – ein Bauteil an der Kurbel kann brechen. Wer betroffen ist, muss das Rad sofort stehen lassen.

Dortmund – Das Fahrrad steht bereit, der Helm hängt am Haken – doch wer eines der betroffenen Cube-Modelle besitzt, sollte am besten erst gar nicht losfahren. Der Fahrradhersteller Cube hat einen Produktsicherheitsrückruf für bestimmte E-Bikes des Modelljahres 2026 ausgerufen. Das Risiko: Ein kleines Bauteil an der Kurbel kann versagen – mit potenziell gefährlichen Folgen auf einer Fahrradtour.

Cube ruft Fahrräder zurück: Modelle aus 2026 sind betroffen

Im Bereich der Pedale sitzt ein Gewindeeinsatz aus Aluminium. Der kann sich laut Cube plötzlich lösen – und das während der Fahrt. Passiert das, verliert die Kurbel ihre Verbindung zum Pedal. Wer dann gerade kräftig in die Pedale tritt, kann stürzen. Cube warnt ausdrücklich vor dem Risiko schwerer Verletzungen und Sachschäden. Aus diesem Grund gilt: sofort absteigen und Rad stehen lassen.

Betroffen sind alle Cube Hybrid-Modelle des Modelljahres 2026, die Cube mit dem ACID Carbon Hybrid Kurbelarm 2026 ausgestattet und vor dem 8. Mai 2026 an den Handel ausgeliefert hat.

Ob das eigene Rad darunterfällt, lässt sich mit der Rahmennummer prüfen: Auf der Cube-Website steht ein kostenloses Tool bereit, in das man die sogenannte WOW-Nummer eintippen kann – ohne den „WOW“-Anfangsteil. Die Rahmennummer findet sich am Tretlager oder auf einem Aufkleber an der Kettenstrebe sowie am Ober- bzw. Unterrohr. Derzeit läuft noch ein weiterer Fahrrad-Rückruf in Deutschland.

Kurbelarme FahrradDie betroffenen Kurbelarme müssen ausgetauscht werden. © CUBEDiese Cube-Modelle sind vom Rückruf betroffen – 17 E-Bike-Modelle

Cube nennt insgesamt 17 Modellvarianten. Dazu gehören unter anderem:

  • Stereo Hybrid ONE77 HPC AT 800 (7.199 Euro)
  • Stereo Hybrid ONE44 HPC AT 800 (6.999 Euro)
  • AMS Hybrid ONE44 C:68X TM 400X (6.499 Euro)
  • Stereo Hybrid ONE77 HPC TM 800 (6.199 Euro)
  • AMS Hybrid ONE44 C:68X SLX 400X (5.999 Euro)
  • AMS Hybrid 177 C:62 TM 600X (5.999 Euro)
  • Stereo Hybrid ONE44 HPC TM 800 (5.999 Euro)
  • Nuroad Hybrid C:62 SLX 400X FE (5.199 Euro)
  • Kathmandu Hybrid C:62 SLT 400X (4.999 Euro)
  • Reaction Hybrid SLT 800 (4.799 Euro)
  • AMS Hybrid ONE44 C:62 Race 400X (4.499 Euro)
  • AMS Hybrid ONE44 C:62 Pro 400X (4.199 Euro)

Die vollständige Liste aller betroffenen Modelle und Farbvarianten steht auf der Cube-Website. Ältere Cube-Modelle sind nicht von der Aktion betroffen (Stand 12. Mai). Diese gibt es als Refurbished-Variante teilweise bis zu 60% günstiger.

Cube-Rückruf von E-Bikes: Was müssen Betroffene jetzt tun?

Die Abwicklung läuft über einen autorisierten Cube-Fachhändler, am besten den, bei dem das Rad gekauft wurde. Weitere aktuelle Rückrufe finden Leser in der RUHR24-Liste.

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Der Austausch kostet nichts, weil es sich um einen offiziellen Sicherheitsrückruf handelt. Als Ersatz gibt es eine Aluminiumkurbel der neuesten Generation. Beim Händler können Betroffene zwischen zwei Optionen wählen:

  • Wer dauerhaft zur Aluminiumkurbel wechselt, bekommt zusätzlich ein E-Bike-Frontlicht von Cube (ACID PRO-E 200 HB X-Connect, Wert: 149,95 Euro) als Entschädigung.
  • Wer hingegen lieber auf eine neue Carbonkurbel warten möchte, bekommt zunächst ebenfalls die Aluminiumvariante – die Carbonkurbel folgt dann später, voraussichtlich in rund zwölf Monaten.

Achtung vor möglichen Kosten: Cube übernimmt keine Reise- und Übernachtungskosten

Ein Hinweis für alle, die das Rad online bestellt haben oder weit vom nächsten Händler entfernt wohnen: Reise- und Übernachtungskosten übernimmt Cube laut eigenen Angaben grundsätzlich nicht. Hier lohnt sich ein direktes Gespräch mit dem Händler, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Alle Warnungen für Verbraucher direkt aufs Smartphone – jetzt RUHR24 bei WhatsApp folgen!