Bereits in einem Antrag an den Gemeinderat im Dezember 2025 forderte die Fraktion der FDP/FW die Volkswohnung dazu auf, beim Denkmalamt einen Antrag auf Abriss der Militärkirche zu stellen, da das Gebäude denkmalgeschützt ist.

Garnisonskirche Knielingen. (Archivbild)

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Foto: Thomas Riedel

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Jetzt kommt der Antrag am 19. Mai erneut in den Gemeinderat. Zuvor wurde er im Planungsausschuss am 3. März behandelt. Laut dem Antrag soll nach dem Abriss neuer Wohnraum auf der Fläche entstehen.

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Stadt Karlsruhe sieht Verkauf als bessere Lösung

Die Stadt Karlsruhe sagt dazu in ihrer Stellungnahme: „Ein Abriss und die Schaffung von neuem Wohnraum sind für die Volkswohnung nach aktueller Einschätzung und Aussage des Landesamtes für Denkmalpflege perspektivisch nicht möglich.“ Der Verkauf sei weiterhin die beste Alternative. Durch einen Verkauf soll das Kulturdenkmal zeitnah saniert werden.

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Das Gebäude wurde bereits 2024 zum Kauf angeboten – ohne Erfolg. Der Kaufinteressent war kurzzeitig abgesprungen. Doch laut der Stadt wurde die Kirche Ende 2025 erneut inseriert und nun haben sich wohl mehrere Interessenten bei der Volkswohnung gemeldet.

Garnisonskirche in Karlsruhe-Knielingen 12. Dezember 2025. (Archivbild)

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Garnisonskirche in Karlsruhe-Knielingen 12. Dezember 2025. (Archivbild)
Foto: Corina Bohner

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Aber: Plan B bleibe möglicher Abriss

Dennoch ergänzt die Stadt: „Sollte ein Verkauf auch nach der aktuellen Ausschreibung wiederum nicht realisierbar sein, wird die Volkswohnung GmbH erneut auf die Denkmalbehörden zugehen, um eine Abbruchgenehmigung zu beantragen.“ Ob ein Abbruch aber genehmigungsfähig ist, das kann bislang noch nicht beurteilt werden.

Aktualisierung, 18. Mai: Neuer Antrage der FÜR für Neubau der Kirche nach Abriss

„Es haben sich keine Investoren für eine Sanierung der Kirche gefunden, gleichzeitig lehnen die Denkmalbehörden einen einfachen Abriss ab“, heißt es im Ergänzungsantrag der Partei an den Gemeinderat am 19. Mai.

Garnisonskirche Knielingen. (Archivbild)

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Foto: Thomas Riedel

Anstelle des Vorschlages der FDP/FW zu folgen, nach dem Neubau die freigewordene Fläche für neuen Wohnraum zu nutzen, schlägt die FÜR hingegen vor, die Garnisionskirche zu erhalten. Nach dem Abriss soll die Kirche wieder originalgetreu aufgebaut werden, „um die städtebauliche Ästhetik zu bewahren“.

Für den Fall, dass der Wiederaufbau keine Mehrheit im Gemeinderat erhält, schlägt die Wählergruppe einen Kompromiss vor: „Sollte die Kirche endgültig abgerissen werden, sollen bei der Neugestaltung des Geländes zumindest sichtbare Erinnerungen an das historische Gebäude erhalten bleiben.“ Denkbar seien eine markante turmartige Gestaltung, eine an die Kirche angelehnte Platzgestaltung oder eine dauerhafte Informationsstelle zur Geschichte des Ortes.