Radikal-Plan des Thronfolgers

Prinz William verscherbelt Familienbesitz – und sorgt für Kritik

von News.de

18.05.2026, 10:33 Uhr

18. Mai 2026 um 10:33 Uhr

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Prinz William will rund ein Fünftel des Herzogtums Cornwall verkaufen. 500 Millionen Pfund sollen in Wohnungen und Klimaschutz fließen.

Prinz William plant offenbar einen radikalen Umbau seines Herzogtums Cornwall. Rund ein Fünftel des über eine Milliarde Pfund schweren Anwesens soll in den kommenden zehn Jahren veräußert werden, wie „The Times“ berichtet.

Prinz William plant Mega-Umbau seines Milliarden-Herzogtums

Mit den Erlösen will Prinz William, der seinen Vater König Charles III. anschreien soll, insgesamt 500 Millionen Pfund in fünf ausgewählte Kernregionen pumpen. Der 25. Herzog von Cornwall, der jährlich knapp 23 Millionen Pfund aus dem weitläufigen Besitz bezieht, möchte damit Großbritanniens Wohnungsnot und Umweltprobleme angehen.

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Das Herzogtum erstreckt sich über 21 Grafschaften und umfasst Ländereien, landwirtschaftliche Betriebe, Wohnimmobilien sowie Gewerbegebäude. Die Einnahmen finanzieren das offizielle und private Leben von William, Prinzessin Kate und ihren drei Kindern.

Prinzessin Charlotte, Prinzessin Kate, Prinz George, Prinz Louis und Prinz William am 5. April 2026 Prinzessin Charlotte, Prinzessin Kate, Prinz George, Prinz Louis und Prinz William am 5. April 2026 Photo by Max Mumby/Indigo/Getty Images

Die Investitionen sollen sich auf fünf sogenannte Herzland-Regionen konzentrieren: Cornwall, die Scilly-Inseln, Dartmoor, die Gegend um Bath sowie Kennington im Süden Londons. Dort sehen die Berater des Prinzen das größte Potenzial für gesellschaftliche und ökologische Wirkung.

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Will Bax, Geschäftsführer des Herzogtums, erläuterte die Philosophie hinter dem Wandel: Das Anwesen „sollte nicht nur existieren, um Land zu besitzen. Es sollte in erster Linie existieren, um einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben.“

Wo keine Möglichkeit für positive Veränderungen bestehe, müsse das Herzogtum nicht zwingend präsent sein, so Bax weiter. Bei sozialem Bedarf und ökologischen Herausforderungen wolle man hingegen ein starker Partner sein.

ANZEIGEWilliams Milliarden-Offensive für Wohnungen und grüne Energie

Etwa 160 Millionen Pfund sollen in Wohnbauprojekte fließen, darunter bezahlbare Unterkünfte in Cornwall, auf den Scilly-Inseln und im Süden Londons. Durch Erschließung von Grundstücken nahe städtischer Gebiete will das Herzogtum bis 2040 zwischen 10.000 und 12.000 neue Wohneinheiten ermöglichen.

Auch der Klimaschutz steht auf der Agenda: Innerhalb der nächsten Dekade plant Prinz William den Aufbau von Kapazitäten für 100 Megawatt erneuerbare Energie – genug für die Versorgung von bis zu 100.000 Haushalten. Zusätzlich sind 20 Millionen Pfund für Naturschutzprogramme vorgesehen, die gemeinsam mit Umweltorganisationen und staatlichen Partnern umgesetzt werden sollen.

ANZEIGEDieses Bild teilen Kate und William zum 15. Hochzeitstag auf Instagram. Dieses Bild teilen Kate und William zum 15. Hochzeitstag auf Instagram. Instagram/princeandprincessofwales Kritik an Prinz Williams Modernisierungskurs wächst

Die Modernisierungspläne kommen nicht ohne Kontroversen. Anfang des Jahres sorgte die Entscheidung, zehn Pachtbetriebe auf dem historischen Bradninch-Anwesen in Devon zu verkaufen, für Aufruhr. Die Mieter berichteten von enormem Stress durch die Ungewissheit – das Gut gehört seit dem 14. Jahrhundert zum Herzogtum.

Bax betonte, man wolle den Landwirten beim Erwerb ihrer Höfe helfen, statt sie zu verdrängen. Alle zehn Pächter befänden sich in Kaufgesprächen. Zudem steht das Herzogtum wegen angeblich übertrieben kommerziellen Verhaltens gegenüber Wohltätigkeitsorganisationen in der Kritik. Auch die jährlichen 1,5 Millionen Pfund aus der Verpachtung des weitgehend unbewohnbaren Gefängnisses Dartmoor bleiben umstritten.