Der Frauenfußball ist in Bewegung – und die zweite Bundesliga für viele Vereine nur eine Durchgangsstation: Nach Union Berlin im vergangenen Jahr schafften in dieser Saison gleich zwei Aufsteiger den direkten Durchmarsch in die Bundesliga: Der VfB Stuttgart und Mainz 05 sind kommende Saison erstklassig. Die erste Bundesliga der Frauen ähnelt damit immer mehr der Bundesliga der Männer.
Die Kehrseite davon ist die Geschichte der SGS Essen – jahrelang stemmte die SGS sich als einer der wenigen Klubs ohne Männer-Lizenzabteilung im Rücken gegen die Konkurrenz und schaffte auch historische Erfolge. Seit Sonntag ist der Abstieg nach 22 Jahren Bundesliga aber besiegelt, Essen spielt in der kommenden Saison zweitklassig und hat dort ein neues Revierderby. Bislang gab es das Spiel SGS gegen VfL Bochum nur als Test und einmal im DFB-Pokal, kommende Saison geht es zweimal um Ligapunkte.
Bochums Trainerin Kyra Malinowski spielte für Essen 35-mal in der Bundesliga, bevor sie ihre Karriere früh beenden musste. Der Abstieg der SGS sei schade, aber eine Frage der Zeit gewesen, sagte sie zuletzt – umso größer ist nun aber die Vorfreude auf die Derbys.


Nach dem Saisonfinale steht der Großteil der Zweitliga-Konkurrenten in der kommenden Saison fest. Neben der SGS steigt auch Carl Zeiss Jena ab. Neun Mannschaften bleiben in der Liga. Neben Schlusslicht VfR Warbeyen steigen auch die zweiten Mannschaften von Bayern München und dem VfL Wolfsburg ab. Direkter Aufsteiger aus der Regionalliga Süd ist die TSG Hoffenheim II – die anderen beiden Aufsteiger werden im Juni in Aufstiegsspielen bestimmt.
BVB auf Rang zwei: Frauen von Borussia Dortmund haben den Aufstieg nicht in eigener Hand
Möglich ist übrigens noch ein weiteres Revierderby: Dass Borussia Dortmund mit Alexandra Popp in der kommenden Saison zweitklassig spielt, ist nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Zwei Spieltage vor Saisonende in der Regionalliga West hat der BVB zwei Punkte Rückstand auf die U21 des 1. FC Köln, die hat dazu ein sehr leichtes Restprogramm. Nur der Meister qualifiziert sich für die Aufstiegsspiele.

Diese Teams spielen 2026/27 in der 2. Frauen-Bundesliga
- SGS Essen (Absteiger)
- Carl Zeiss Jena (Absteiger)
- SC Sand
- SV Meppen
- Viktoria Berlin
- SG Andernach
- FC Ingolstadt
- Eintracht Frankfurt II
- VfL Bochum
- Borussia Mönchengladbach
- Turbine Potsdam
- TSG Hoffenheim II (direkter Aufsteiger)
- 1. FC Saarbrücken oder Hertha BSC (Playoffs)
- Holstein Kiel oder Meister der Regionalliga West (Playoffs)
Die Saison 26/27 startet mit dem Auftakt der 2. Frauen-Bundesliga am 1. und 2. August.
kapi/phil