Erfolgstrainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart wird erneut mit einem möglichen Wechsel zum FC Liverpool als Nachfolger des umstrittenen Arne Slot in Verbindung gebracht.
„Sebastian Hoeneß genießt aufgrund seiner Arbeit in Stuttgart großes Ansehen“, sagte der Journalist Graeme Bailey gegenüber „Teamtalk“.
Neben dem 44-Jährigen, der den VfB vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Teilnehmer transformierte, werde auch Bundestrainer Julian Nagelsmann in Liverpool „nach wie vor bewundert“, so Bailey.
Ein weiterer Deutscher, Matthias Jaissle (Al Ahli), der auch bei Eintracht Frankfurt als Trainer-Kandidat gilt, stehe an der Anfield Road ebenfalls hoch im Kurs – „insbesondere angesichts der wachsenden Anerkennung für seinen taktischen Ansatz“.
Noch höher gehandelt als das deutsche Trio wird rund um den FC Liverpool aber wohl Andoni Iraola. Der 43-jährige Spanier, der den AFC Bournemouth nach Saisonende verlassen wird, sei „potenziell verfügbar, er vertritt einen aggressiven, hochintensiven Stil, der zu Liverpools Fußballidentität passt, und – was entscheidend ist – er kennt sich bereits in der Premier League aus“, führte Bailey aus.

Zudem gibt es eine enge Verbindung zu Liverpools Sportdirektor Richard Hughes. „Hughes war maßgeblich daran beteiligt, Iraola nach Bournemouth zu holen, und dort genießt er nach wie vor großen Respekt“, sagte Bailey.
Hughes und Geschäftsführer Michael Edwards sollen sich dem Reporter zufolge derzeit Gedanken über eine Neubesetzung des Trainerpostens ab der kommenden Saison machen. „Die Situation um Slot spitzt sich zusehends zu, und ich kann sagen, dass intern nicht alle der Meinung sind, er müsse unbedingt bleiben“, so Bailey.
FC Liverpool: „Verständnis“ für Salahs vermeintliche Slot-Kritik
Der FC Liverpool sei „kein Verein, der emotional oder impulsiv reagiert, aber die Vereinsführung ist sich absolut bewusst, dass dies zu einer sehr besorgniserregenden Situation wird“, erläuterte der Insider.
Ein von vielen Beobachtern als indirekte Kritik an Slot gewerteter Social-Post des scheidenden Superstars Mo Salah, der Liverpool gerne wieder als „Heavy-Metal-Offensivmannschaft“ sehen würde, „vor der Gegner Angst haben“, habe „großen Eindruck hinterlassen“.
Bailey ergänzte: „Intern gibt es tatsächlich viel Verständnis für das, was er gesagt hat, und die Leute im Verein verstehen, warum er diese Frustrationen geäußert hat.“
Liverpool ist unter Slots Regie in dieser Saison ohne Titel geblieben. Sogar die erneute Qualifikation für die Champions League ist noch nicht in trockenen Tüchern.