Am frühen Montagmorgen, 18. Mai, sind in Goch viele Menschen jäh aus dem Schlaf gerissen worden. An der Voßheider Straße war nämlich ein Pommeswagen explodiert. Der Imbiss wurde dabei völlig zerstört.

Die Klever Polizeisprecherin Corinna Saccaro erklärt dazu auf Nachfrage unserer Redaktion, dass Anwohner um kurz vor fünf Uhr durch einen lauten Knall geweckt worden seien. In der Folge wurden die Einsatzkräfte verständigt, Polizei und Feuerwehr waren vor Ort. Viele Anwohner standen nach der Explosion auf der Straße und verfolgten die Arbeiten.

„Der Pommeswagen ist explodiert, Trümmerteile sind durch die Gegend geflogen“, sagt Saccaro. Diese hätten nach bisherigen Erkenntnissen Schäden an vier Häusern angerichtet. Fensterscheiben seien gesprungen, Dachziegel hätten sich gelockert, einige seien heruntergefallen. Zudem wurde durch die Explosion ein in direkter Nähe geparktes Auto beschädigt. „Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt – das ist natürlich das Wichtigste“, sagt Saccaro.

Tatsächlich scheint die Nachbarschaft Glück im Unglück gehabt zu haben. Die Explosion muss heftig gewesen sein – daran lassen die Fotos keine Zweifel. Trümmerteile, darunter Gasflaschen, eine Fritteuse, Möbelstücke oder Gastro-Zubehör, waren meterweit geflogen und lagen bei Eintreffen der Uniformierten auf der Straße verteilt. Einige Gegenstände landeten auch in angrenzenden Vorgärten. Von dem Imbisswagen scheint nichts übrig zu sein. Zu einem späteren Zeitpunkt, mit mehr Verkehr im Quartier, hätte das wohl auch anders ausgehen können.

Den ersten Ermittlungen zufolge deute alles auf einen technischen Defekt hin. „Hinweise anderer Art liegen uns bisher nicht vor“, sagt Saccaro. Die Kollegen der Kriminalpolizei seien für die Spurensicherung vor Ort gewesen. Nun müsse man den Spurensicherungsbericht abwarten, heißt es weiter von der Polizei in Kleve.