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Sexten im Hochpustertal (Italien) – 2019 verteilte Reinhold Messner (81) sein Erbe. Noch zu seinen Lebzeiten sollten seine vier Kinder Layla (45), Magdalena (38), Simon (36) und Anna Juditha (25) von seinem Vermögen profitieren. Doch in einem neuen Interview zeigt sich die Bergsteiger-Legende schwer enttäuscht von seinen Nachkommen.

Bis heute bereue er, bereits zu Lebzeiten sein Erbe verteilt zu haben, wie er jetzt bei „Ö3-Frühstück bei mir“ erklärt: „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen. Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane (seine zweite Ehefrau, Anmerk. d. Red.) auszugrenzen.“ Nicht einmal sein eigenes Museum dürfe er mehr betreten. Messner traurig: „Ich wurde entsorgt!“

Messner mit seiner zweiten Ehefrau Sabine Stehle und den gemeinsamen Kindern Simon und Magdalena auf eine undatierten Aufnahme

Messner mit seiner zweiten Ehefrau Sabine Stehle (heute 63) und den gemeinsamen Kindern Simon (heute 26) und Magdalena (heute 38, r.) auf einer undatierten Aufnahme

Foto: ullstein bild

Reinhold Messner über seinen größten Fehler

Der Konflikt dreht sich um eine vorweggenommene Erbschaft und Vermögensübertragungen, die Messner an seine Kinder übertragen hatte. Tochter Layla stammt aus der Beziehung mit Nena Holguin. Die Kinder Magdalena, Simon und Anna Juditha aus der Ehe mit Sabine Stehle (63).

Messer und Sohn Simon in September 2019

Messer und Sohn Simon im September 2019 bei einem TV-Auftritt in Hamburg

Foto: Getty Images

Erstmals hatte Messner im Januar 2024 über den Bruch in der Familie gesprochen. Er damals: „Sie schätzen den Wert meiner Großzügigkeit nicht.“ Bei „Ö3-Frühstück bei mir“ sagt Messner nun: „Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‚Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig‘. Dabei wäre nichts möglich gewesen ohne meine Arbeit und mein Know-how.“ Zum Vermögen gehören unter anderem Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe sowie Schloss Juval mit dem dortigen Messner Mountain Museum. Tochter Magdalena hat eine zentrale Rolle in der Verwaltung des Museums.

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Das Verhältnis zu seinen Kindern sei seit der Erbregelung angespannt, so Messner. Denn in dem Moment, als er sein materielles Erbe verteilt hatte, „zerbrach die Familie. Die Frage, wer mehr bekommen hat, stand im Vordergrund“. Besonders belastend scheint für Messner zu sein, dass er erwartet hatte, die Familie werde trotz Vermögensregelung zusammenhalten. Wer ihm in dieser Zeit eine große Stütze ist: seine dritte Ehefrau Diane (46). Die beiden sind seit 2021 verheiratet. Gegenüber BILD sagte er einmal über seine große Liebe: „Sie gibt mir das ganze Glück.“

Messner und seine dritte Frau Diane (46)

Messner und seine dritte Frau Diane (46)

Foto: action press

Was sagen die Messner-Kinder zu den Vorwürfen?

Tochter Magdalena und Sohn Simon reagierten bislang auf eine BILD-Anfrage nicht. Die Töchter Layla und Anna Juditha waren nicht für eine BILD-Anfrage zu erreichen. Sohn Simon hatte sich im Juli 2024 als einziges Kind zu den Vorwürfen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk geäußert. Widersprach dort der Darstellung seines Vaters. Er schätze das Erbe sehr, das er bekommen habe, so heißt es im BR-Artikel. Er sehe aber keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Überschreiben der Erbschaft und dem Bruch der Familie. Dies sei nach und nach passiert und habe andere Gründe.