Die Jahrgangsstufen 10 des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) und des Georg-Büchner-Gymnasiums haben in der vergangenen Woche Besuch aus Brüssel erhalten: Stefan Berger, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, besuchte die beiden Gymnasien am gemeinsamen Europatag im Albert-Einstein-Forum und stellte sich den Fragen der Schüler zu den Themen Finanzen, Krieg in der Ukraine, Umweltpolitik und Migration.

Interaktiv wurde der Europatag durch ein Quiz und einen Foodcontest. Zudem wurden Statements über die EU an die Wand geworfen, über die die Anwesenden abstimmen konnten – Berger kommentierte diese Aussagen dann im Nachhinein. So votierten bei der Aussage „Die EU sollte ein Mindestalter für die Nutzung von Social Media einführen“ 30 Prozent mit „Ja, das ist ein Weg“ und 41 Prozent mit „Nein, auf gar keinen Fall“. Die dritte Antwortmöglichkeit „Jedes EU-Land sollte dies selbst entscheiden“ erhielt 29 Prozent der Stimmen. Insgesamt 170 Schülerinnen und Schüler nahmen teil.

Ein weiteres Statement lautete „Krieg und Sicherheit: Die EU soll militärisch stärker werden.“ 49 Prozent votierten mit „Ja, gemeinsame EU-Armee“, 26 Prozent wählten „Nur Zusammenarbeit verbessern“ und 25 Prozent entschieden sich für die Antwortmöglichkeit „Militär = Sache der Nationalstaaten“.

„Der Europatag war sehr lebendig, abwechslungsreich und aktuell, da wir uns mit Themen beschäftigt haben, über die täglich in den Nachrichten berichtet wird“, zieht Franz-Josef Moormann, Vorsitzender der Bürgerstiftung Kaarst, Bilanz. Die Stiftung fördert seit einigen Jahren den Europatag in den Gymnasien und war auch diesmal wieder mit vielen Mitgliedern vertreten. „Ich war angetan von den Inhalten und davon, dass die jungen Menschen eine starke Meinung haben. Das war ermutigend, vor allem bei den Themen Meinungsfreiheit und Demokratie“, sagt er weiter. Vor allem dankt Moormann Inga Busch, die am AEG Französisch und Sozialwissenschaften lehrt, für die Organisation des Europatages.

Die Schülerinnen Jana Mertin und Mia Greven führten als Moderatorinnen durch den Tag. „Dass wir uns im Rahmen des Europatages mit den Chancen und Herausforderungen der Europäischen Union beschäftigen konnten – interaktiv durch Spiele und ein Quiz –, war für uns eine tolle Gelegenheit, auch außerhalb des Klassenraums Gedanken, Erfahrungen und Wünsche untereinander auszutauschen“, erklärten die beiden. Besonders die Einblicke, die Berger den Schülerinnen und Schülern in den Alltag eines EU-Abgeordneten gewährte, ließen die europäische Politik greifbarer und verständlicher werden. „Insgesamt hat uns der Europatag erneut vor Augen geführt, warum die Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union so wichtig für den Erhalt unserer Demokratie ist und welchen Einfluss diese auf das tägliche Leben hat“, sagten Mertin und Greven.