Labor soll Ursache liefern
Nach Chemieunfall in Nürnberg: Spurensicherung läuft
Aktualisiert am 18.05.2026 – 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Einsatzkräfte vor Ort: Laut Feuerwehr waren etwa 100 Rettungskräfte im Einsatz. (Quelle: Sanitätseinsatzleitung/Nürnberger Hilfsorganisationen/dpa/dpa-bilder)
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Bei einem Chemikalienaustritt in einem Nürnberger Betrieb werden 30 Menschen verletzt. Eine Person verstirbt. Die Ermittlungen laufen, doch viel bleibt noch ungeklärt.
Nach einem Chemikalienunfall in einem Nürnberger Betrieb am vergangenen Freitag (15. Mai 2026) hat die Polizei mit der Spurensicherung am Tatort begonnen. Seit dem Unfall konnte das Gebäude bisher nicht betreten werden.
Wie die Polizei mitteilte, wurde damit begonnen, vor Ort Spuren zu sichern und Proben zu nehmen. Ein Labor soll herausfinden, um welchen Stoff es sich bei der ausgetretenen Chemikalie handelt. Auch der Sachschaden müsse noch ermittelt werden.
Unfallursache unklar
Was genau dort passierte, ist bisher unklar – ein Mensch starb, mindestens sechs weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Das Bayerische Rote Kreuz hatte sogar von 30 Verletzten und 17 Menschen gesprochen, die ins Krankenhaus gebracht worden seien.
Die gesamte Anlage musste evakuiert werden, auch die Polizei konnte das Gebäude im Nordostpark zunächst nicht betreten. Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach aber nicht, weil der giftige Stoff innerhalb des Gebäudes blieb und nicht an die Luft gelangte.
Chemieunfall im Nordostpark: „Dramatische Lage“
Wie ein Sprecher der Nürnberger Feuerwehr mitteilte, handelt es sich um eine Firma, die routinemäßig mit Chemikalien arbeitet. Bis die Unfallursache geklärt ist, könnte es noch dauern. Um welche Chemikalie es sich handelte, war zunächst nicht bekannt.
Der Alarm ging laut Feuerwehr am frühen Nachmittag ein. Ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr sowie Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Orten rückte aus. Die ersten Einsatzkräfte fanden demnach „eine dramatische Lage“ vor, da sie mehrere Verletzte retten und ins Freie bringen mussten. Alle Verletzten seien jedoch zügig aus dem Gefahrenbereich gerettet und medizinisch versorgt worden, hieß es.
Truppen mit Chemikalienschutzanzügen im Einsatz
Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Außerdem waren etwa 50 Kräfte des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen und Notärzten sowie mehrere Polizisten beteiligt.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen hätten die Einsatzkräfte etwa 70 Betriebsangehörige aus dem Gebäude gebracht, hieß es in einer Mitteilung der Feuerwehr.
