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Großostheim (Bayern) – Wieder Schock für die Deko-Kette Depot! Die angeschlagene Wohndeko-Kette hat erneut Insolvenz angemeldet, schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres. Nach der letzten drastischen Schließungswelle drohen jetzt weitere Filialschließungen und neue Kündigungen. 1500 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.
Die GDC Deutschland GmbH stellte beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin. Bereits 2024 hatte Depot ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Damals wurden bundesweit zahlreiche Mitarbeiter entlassen und unrentable Geschäfte geschlossen.
Schließungen und Kündigungen drohen
Noch vor wenigen Jahren betrieb Depot rund 400 Filialen in Deutschland. Nach der ersten Pleite Ende 2024 strich Gründerenkel und Geschäftsführer Christian Gries das Filialnetz auf etwa 150 Standorte drastisch zusammen. Parallel wurden 2000 Mitarbeiter im Unternehmen entlassen. Jetzt bangen die verbliebenen etwa 1500 Angestellten um ihre Jobs. Sie sollen zunächst Insolvenzgeld erhalten.

Gründerenkel und Geschäftsführer Christian Gries führt Depot ein weiteres Mal durch eine Insolvenz
Foto: Markus Hintzen/laif
Erste Sanierung von Depot gescheitert
Gries kündigte bereits Einschnitte an. Alle Depot-Shops würden erneut auf den Prüfstand kommen. „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten.“ Gleichzeitig kündigte er aber weitere Einsparungen an. Alle Standorte würden nun überprüft, Gespräche mit Vermietern laufen bereits, so wie auch schon bei der ersten Insolvenz.
Im Interview mit BILD hatte Christian Gries im vergangenen Jahr noch einen Neuanfang angekündigt. „Depot 2.0“ sollte aus der Rettung hervorsteigen. Der Gründerenkel versprach niedrigere Preise, schnellere Trend-Produkte und ein moderneres Konzept. Depot solle „agiler“ werden und wieder ein „Kreativ-Hotspot“ sein. Von Aufbruchstimmung sprach er in BILD.
Gründe für die erneute Insolvenz
Doch die Hoffnung auf den Neustart ist offenbar gescheitert. Als Gründe für die erneute Insolvenz nennt Gries neben Zöllen und der wachsenden Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung. „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“
Auf eine BILD-Anfrage zur Insolvenz antworteten bislang weder die GDC Deutschland GmbH noch die beauftragten Sanierungsexperten Alexander Höpfner und Sven Tischendorf von der Kanzlei ACT Legal.