Der geschäftsführende Direktor der Artemed-Gruppe, Prof. Dr. Rainer Salfeld, ist am Samstag, 16. Mai, bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Mannheim ums Leben gekommen. Das teilte die Artemed-Gruppe, zu der auch das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen gehört, am Montag mit. 2012 hatte die Artemed-Gruppe aus dem oberbayerischen Tutzing das Kempener Krankenhaus von der Hospital-Stiftung übernommen, die in Kempen noch die Seniorenheime betreibt. Die Identität des Hospitals zum Heiligen Geist werde gewahrt, seine christliche Grundeinstellung wie sein in der Region verwurzelter Name bleiben, erklärte Salfeld damals und versprach: „Wir wollen ein tolles Haus aufbauen.“ Zu verschiedenen Anlässen kehrte er im Laufe der Zeit nach Kempen zurück, Kostenpflichtiger Inhalt als 2024 der neue A-Trakt offiziell in Betrieb genommen wurde, begrüßte er gemeinsam mit der Leitung des Hospitals, Andreas Grbic und Maria Henk, die vielen Gäste.

Am Samstag nun war Salfeld gemeinsam mit einem langjährigen fliegerischen Wegbegleiter und Berufspiloten, wie Salfeld aus Bayern, in einem Kleinflugzeug von Aachen nach Oberpfaffenhofen in Bayern unterwegs, als ihre Maschine über einem Wohngebiet im rheinland-pfälzischen Limburgerhof abstürzte. Der 66-jährige Salfeld und sein 60-jähriger Flugkollege kamen ums Leben. Die genauen Umstände des Unglücks sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Wer Salfeld gekannt habe, habe auch seine Liebe zur Fliegerei gekannt, teilte die Artemed-Gruppe mit. Er sei ein sehr erfahrener Pilot gewesen. Salfeld lebte mit seiner Frau und den drei Kindern in Pöcking am Starnberger See.

1990 gründete Rainer Salfeld gemeinsam mit seinem Vater, Prof. Dr. Dr. Kurt Salfeld, der lange Jahre Chefarzt an der Dermatologischen Klinik des Klinikums Minden war, in Bad Oeynhausen die Artemed-Fachklinik Prof. Dr. Dr. Salfeld. Als erstes Haus sei sie der Grundstein der Artemed, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte kamen 18 weitere Häuser hinzu. In den 19 Krankenhäusern sowie weiteren medizinischen Versorgungszentren der Artemed sind heute mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen tätig, sie versorgen jährlich über 150.000 stationäre und rund 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Die Gruppe erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Mit der Artemed-Akademie und der Akademie-Stiftung gibt es auch internationale Projekte.

Es sei der Wunsch der Familie, das Lebenswerk Salfelds als eigenständiges, familiengeführtes Unternehmen fortzuführen, teilte die Artemed weiter mit. Mit einem starken Management und Verwaltungsrat, einer soliden wirtschaftlichen Ausgangslage und einer stabilen Gesellschafterstruktur seien hierfür alle Voraussetzungen geschaffen. Für die deutsche Gesundheitsbranche sei Salfeld zweifelsohne eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter. „Für uns war er mehr: Sparringspartner, Mentor, Gründer und Freund. Wenngleich wir keine Zweifel haben, den erfolgreichen Weg der Artemed auch ohne ihn fortführen zu können, hinterlässt der Verlust von Rainer Salfeld bei uns eine große persönliche Lücke. Seine Innovationsfreude, sein wirtschaftliches Geschick, sein Humor und vor allem seine Menschlichkeit haben uns alle geprägt und die Artemed zu dem Unternehmen wachsen lassen, das sie heute ist.“