Auf der im modernen Fußball so wichtigen Sechserposition konnte beim KSC in der abgelaufenen Spielrunde keiner der eingesetzten Akteure komplett überzeugen. Der bisher Beste dort, Nicolai Rapp, musste wegen Personalnot in der Dreierkette auflaufen.

Nicolai Rapp. (Archivbild)

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Nicolai Rapp. (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer

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Nicolai Rapp. (Archivbild)
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Christian Eichner setzt Burnic zentral im Mittelfeld ein

Genug Gründe, dass Ex-KSC-Trainer Christian Eichner den WM-Teilnehmer für Bosnien-Herzegowina auf die zentrale defensive Position im Mittelfeld beorderte. Und Dzenis Burnic erledigte diesen Job gut. Er konzentrierte sich zunächst auf seine Abwehraufgaben, erledigte die schnörkellos und mit Erfolg.

Christian Eichner. (Archivbild)

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Christian Eichner. (Archivbild)
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Christian Eichner. (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer

Im Spiel nach vorne schaffte er es hin und wieder Akzente zu setzen, indem er gute Pässe spielte. Er selbst strahlte allerdings nie Torgefahr aus.

KSC-Profi stört Bochumer Spielaufbau konsequent

Burnic war vom Anpfiff an enorm engagiert. Bereits nach 140 Sekunden der erste Zweikampf. Burnic attackierte Kjell Wätjen, drängte den ab, konnte aber die Kugel nicht sichern. Es war offensichtlich, dass sich der 27 Jahre alte Mittelfeldallrounder zunächst auf seine defensiven Aufgaben konzentrierte. Bei Ballverlust der Blau Weißen orientierte er sich sofort ins Zentrum, wollte es gar nicht so weit kommen lassen, dass dort eine Lücke klaffte.

Dzenis Burnic. (Archivbild)

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Dzenis Burnic. (Archivbild)
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Dzenis Burnic. (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer

Durch gutes Stellungsspiel vermied er manches direkte Duell, kam so ohne Zweikampf in Ballbesitz, störte zumindest den gegnerischen Spielaufbau. Nach elf Minuten ein guter, öffnender Pass auf rechts, dort hatte sich Fabian Schleusener freigelaufen. Dessen Hereingabe konnten die Bochumer gerade noch abblocken. Immer wieder versuchte Burnic durch Direktspiel Tempo in die KSC Ballpassagen zu bekommen. Nach 18 Minuten ein gelungenes Anspiel auf Philipp Förster, der wurde von der VfL Abwehr gestoppt.

Burnic stoppt VfL-Angriff mit taktischem Foul im Mittelfeld

31 Minute: Burnic steigt Wätjen im Mittelfeld auf den Fuß und sieht zurecht die Gelbe Karte. Er musste dieses taktische Foul begehen, um einen möglicherweise gefährlichen Angriff der Gäste zu verhindern. Er forderte immer wieder den Ball, lief sich konsequent frei. Defensiv lieferte er einen souveränen Auftritt ab – offensiv war er solide.

Louey Ben Farhat. (Archivbild)

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Louey Ben Farhat. (Archivbild)
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Louey Ben Farhat. (Archivbild)
Foto: Michaela Anderer

Nach 75 Minuten war sein wohl letztes Spiel im KSC Dress vorbei. Für Burnic kam Louey Ben Farhat ins Spiel. Coach Eichner wollte die Partie gegen den VfL noch gewinnen, brachte einen Angreifer für den Mittelfeldmann.

Burnic erreicht 31,6 km/h Topspeed gegen den VfL

Für den KSC absolvierte Burnic, der drei Jahre im Wildpark unter Vertrag stand, 97 Spiele, dabei markierte er fünf Treffer und bereitete sieben Tore vor.

9,22 Kilometer betrug seine Laufleistung gegen den VfL in 75 Minuten, sieben Sprints waren dabei. 31,6 km/h war bei Burnic sein Topspeed. Er hatte 50 Ballkontakte, spielte 47 Pässe, davon kamen 85 Prozent beim Teamkollegen an.