Flaggschiff der Deutschen Marine

Rekord-Kampfflugzeug kreist jetzt regelmäßig nahe Bremen

Aktualisiert am 19.05.2026 – 02:30 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das Größte, was die Luftwaffe derzeit zu bieten hat: Der Seeaufklärer vom P-8A Poseidon der Deutschen Marine wird künftig von Cuxhaven aus starten. (Quelle: Maurizio Gambarini/Imago)

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In Cuxhaven ist das erste Aufklärungsflugzeug vom Typ P-8A Poseidon der Bundeswehr angekommen. Der Hightech-Jet soll U-Boote jagen, Seewege überwachen – und wird zum neuen Flaggschiff über der Nordsee.

Nur gut 100 Kilometer nordwestlich von Bremen hebt künftig regelmäßig das neue Flaggschiff der Bundeswehr ab: die P-8A Poseidon. Stationiert wird der Seefernaufklärer beim Marinefliegergeschwader im Fliegerhorst Nordholz bei Cuxhaven. Von dort aus soll die Maschine die Nordsee, den Nordatlantik und perspektivisch auch die Ostsee überwachen – und feindliche U-Boote aufspüren.

Die Poseidon basiert auf einer umgebauten Boeing 737, ist jedoch in Wirklichkeit ein fliegender Gefechtsstand. Mit knapp 40 Metern Länge und rund 38 Metern Spannweite gilt sie als das größte Kampfflugzeug, das die Bundeswehr derzeit besitzt. An Bord arbeiten elf Soldaten: Piloten, Koordinatoren und Spezialisten für Sensoren über und unter Wasser. Die Maschine ersetzt die betagte P-3C Orion, deren Technik zuletzt immer häufiger an Grenzen stieß.

P-8A Poseidon kann auch Torpedos mitführen

Der Auftrag der P-8A ist klar definiert: U-Boote aufspüren, Seegebiete überwachen und Schiffsbewegungen verfolgen. Die Nordsee und der Nordatlantik gelten als sicherheitspolitisch besonders sensibel, weil dort sowohl Handelsrouten als auch strategische Unterseekabel verlaufen und fremde U-Boote unterwegs sein können. Die Bundeswehr soll mit der neuen Maschine einen deutlich spürbaren Beitrag zur Abschreckung leisten.

Gefertigt wurde das Flugzeug unter anderem in den USA – hier ist die P-8A Poseidon in einem Hangar in Seattle zu sehen.Vergrößern des BildesGefertigt wurde das Flugzeug unter anderem in den USA – hier ist die P-8A Poseidon in einem Hangar in Seattle zu sehen. (Quelle: Boeing/Marian Lockhart)

Technisch ist der Jet dafür umfassend ausgestattet. Im Bug sitzt ein Mehrzweckradar, das Schiffe und Ziele auch bei schlechtem Wetter erkennen kann. Aus der Luft wirft die Poseidon Sonarbojen ins Wasser, die Geräusche von U-Booten aufnehmen und an das Flugzeug übertragen. Optische und Infrarot-basierte Sensoren ergänzen dieses Lagebild.

Fliegende Kommandozentrale: Das Rekord-Flugzeug der Bundeswehr ist mit allerlei Technik ausgestattet.Vergrößern des BildesFliegende Kommandozentrale: Das Rekord-Flugzeug der Bundeswehr ist mit allerlei Technik ausgestattet. (Quelle: Copyright 2025 The Boeing Company. All Rights Reserved)

Über Datenverbindungen kann die Mannschaft die gewonnenen Informationen in Echtzeit an Operationszentren und Schiffe weiterleiten. Sollte es nötig sein, kann die Poseidon auch selbst eingreifen: An Bord können Torpedos und Seezielflugkörper mitgeführt werden.