Das Fachblatt „Lloyd’s List“ hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilten und Mautgebühren zu erheben. Schiffe, welche die Straße von Hormus befahren wollen, müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ machen. Zuvor hatte bereits der iranische Fernsehsender Press TV über die geplante Behörde berichtet.

Merz verurteilt iranische Angriffe auf Emirate

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder der Region scharf. „Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region“, schreibt Merz auf X. „Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.“ Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten Behördenangaben zufolge am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz mahnt zudem beim Iran Schritte zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion an. „Iran muss in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen öffnen“, schreibt er.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Zum monatlichen Amtsgehalt kommen noch weitere Bezüge hinzu.Vergrößern des BildesBundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Er verurteilt die Angriffe. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Iran: Weitere Verhandlungsvorschläge mit USA ausgetauscht

Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA hat Teheran nach eigenen Angaben wieder neue Vorschläge nach Washington geschickt. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte vor Reportern, der Iran habe am Sonntag über den Vermittler Pakistan seine Standpunkte übermittelt. Über deren Inhalte ist noch nichts bekannt.

Zuvor hätten die USA Antworten auf Irans vorangegangenen Vorschlag übermittelt, sagte Baghai weiter. US-Präsident Donald Trump hatte diesen öffentlich als „dämlichen Vorschlag“ abgetan.

Israel geht erneut gegen Gaza-Hilfsflotte vor

Die israelische Marine ist erneut gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte vorgegangen. Auf einer Live-Videoübertragung der „Global Sumud Flotilla“ war zu sehen, wie Soldaten der israelischen Marine ein Boot mit Aktivisten enterten. Laut ihrem eigenen Tracker war die Flotte westlich von Zypern unterwegs. Die Veranstalter sprachen von einer „Attacke“ Israels auf ihre Boote, die sich etwa 250 Seemeilen von Gaza entfernt ereignet habe.

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, die Marine habe die Kontrolle über Boote der Hilfsflotte übernommen. Die Aktivisten an Bord sollten festgenommen und auf ein Schiff der Marine gebracht werden, auf dem sich ein „schwimmendes Gefängnis“ befinde. Von dort sollten sie in die israelische Hafenstadt Aschdod gebracht werden. In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten stets nach einer Weile wieder in ihre Heimatländer abgeschoben worden.

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