
Stand: 18.05.2026 16:45 Uhr
Wegen des Verdachts der Geldwäsche bei einer Autovermietung mit Hauptsitz in Hannover haben Ermittler 15 Objekte durchsucht. Vier Beschuldigte sollen Kriminellen hochwertige Wagen vermietet haben.
Wie die Staatsanwaltschaft Hannover und das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen am Montag mitteilten, fanden die Durchsuchungen bereits am vergangenen Dienstag statt. In den Objekten in Hannover, in der Region Hannover und in Bremen stellten die Ermittler einige Beweismittel sicher: Neben elektronischen Geräten wie Handys, Tablets und Computern seien auch rund 4.600 Euro Bargeld sowie Goldmünzen und -barren mit einem Gesamtgewicht von rund 135 Gramm gesichert worden, hieß es. Außerdem sei Vermögen in Höhe von rund 113.000 Euro eingefroren worden. Die Ermittlungen laufen.
Kriminalitätsphänomen „Crime as a Service“
Laut Staatsanwaltschaft und LKA hängen die Durchsuchungen mit einem seit Mitte 2025 laufenden Verfahren zusammen. Ermittelt werde gegen vier Beschuldigte – „wegen des Verdachts des besonders schweren Falls der Geldwäsche“. Die Männer zwischen 24 und 38 Jahren sind den Angaben zufolge Betreiber und Mitarbeiter der Autovermietung. Es bestehe der Verdacht, „dass Personen aus dem kriminellen Milieu hochwertige Fahrzeuge angemietet und die Mietzahlungen teilweise über Strohleute mit inkriminierten finanziellen Mitteln geleistet haben“, so die Ermittler. Dahinter stecke das Kriminalitätsphänomen „Crime as a Service“: Dienstleistungen oder Infrastruktur würden bei diesen Geschäftsmodellen gezielt für kriminelle Zwecke genutzt.
LKA: Geldwäsche-Bekämpfung „zentraler Baustein“ gegen organisierte Kriminalität
„Wenn kriminelle Strukturen gezielt auf legale Angebote wie Fahrzeugvermietungen zurückgreifen, verschwimmen die Grenzen zwischen Alltagsgeschäft und Unterstützung schwerer Straftaten“, sagte LKA-Präsident Thorsten Massinger. Die Bekämpfung von Geldwäsche sei „ein zentraler Baustein, um Organisierte Kriminalität wirksam zu treffen – dort, wo sie ihre Gewinne absichern und ihre Taten ermöglichen will“, so Massinger weiter.

Etwa im Raum Göttingen, Hameln und in Hannover gab es Durchsuchungen. Die Polizei spricht von Organisierter Kriminalität.

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