Frankreich und Japan haben mehr gemein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Beide Länder bauen Autos, die weltweit bekannt sind, blicken jeweils auf eine wechselhafte Geschichte zurück, teilen eine Vorliebe für besonders gutes Essen – und haben einen entsprechend ausgezeichneten kulinarischen Ruf.
Das greifen zwei Düsseldorfer Institutionen auf, die jeweils stellvertretend für Japan und Frankreich stehen, wie wenige andere in der Stadt. Takumi, die expandierende Ramen-Restaurantkette, und der Paris Club im 25hours Hotel, ein französisches Restaurant mit bestem Blick über Düsseldorf. Sie sind nun eine Kooperation eingegangen, pünktlich zum Japan-Tag, der in Düsseldorf am Samstag, 23. Mai, ansteht. Ab sofort und noch bis Ende dieses Monats, also bis zum 30. Mai, serviert der Paris Club vier spezielle Ramen-Gerichte, die in Zusammenarbeit mit Takumi entstanden sind. Japan trifft auf Frankreich – und das in Düsseldorf.
Diese kulinarische Zusammenarbeit war herausfordernd, wie Paris-Club-Chefkoch Bastian Lohmann berichtet. „Die japanische Küche hat eine ganz andere Herangehensweise als die französische“, sagte er bei der Vorstellung der neuen Gerichte. Lange habe er mit dem Takumi-Team an der richtigen Balance der Geschmäcker getüftelt. „Das hat viel Spaß gemacht“, sagt der Chefkoch. Ob man das auch schmeckt?
Das Besondere an den Gerichten („Les Ramen“) liegt jedenfalls in der Zusammensetzung der Zutaten und Geschmäcker, die sich an beiden Ländern orientieren. Da wären etwa die Perlhuhn-Dashi-Ramen. Während Frankreich zu den größten Perlhuhn-Produzenten weltweit zählt, kommt Dashi, ein Fischsud, aus Japan. Im Paris Club wird das Ramen-Gericht noch um Yuzu, eine asiatische Zitrusfrucht, und Trüffelöl ergänzt. Heraus kommt dabei ein leichter, aber dennoch intensiver Geschmack, besonders bei der Brühe. Die Yuzu gibt dem Ganzen zudem eine leicht sauer-bittere Note. Das Huhn ist schön zart, die Nudeln auf den Punkt gekocht und obendrein von einem Ajitama-Ei getoppt. Das schmeckt schon mal.
Auch das zweite Ramen-Gericht überzeugt – und basiert quasi auf den Perlhuhn-Ramen. Das „Ente & Perlhuhn-Dashi“ enthält, wie der Name bereits verrät, noch Entenfleisch, zusätzlich ist auch die Brühe dunkler und sehr geschmacksintensiv. Beide Ramen-Gerichte sind übrigens für 26 Euro erhältlich.
Das dritte Ramen-Gericht nimmt Gäste geschmacklich mit auf eine Reise durchs Meer – hier kommt als Basis für die Suppe eine Bouillabaisse (französische Fischsuppe) zum Einsatz. Aber Obacht: Nur die Hälfte der Brühe basiert auf Fisch und Meeresfrüchten, sie wird ergänzt durch die Perlhuhn-Dashi-Brühe, sodass ein interessantes Fusion-Gericht entsteht. Serviert wird dieses mit gegrilltem Oktopus und Garnelen, garniert mit Fenchel und Passepierre. Letzteres ist eine Algenpflanze, die besonders an den Küstengebieten Eurasiens, aber auch an der Nord- und Ostsee sowie im Atlantik verbreitet ist. Ungewöhnlich – und delikat obendrein. Diese Ramen-Version liegt preislich bei 25 Euro.
Abgerundet wird das kulinarische Sonderangebot mit einem Takumi-Klassiker, der Sapporo-Miso-Ramen. Enthalten sind dann Schweinebauch, Frühlingszwiebeln, Röstzwiebeln sowie ein Ei. Es schmeckt, wie man es von Takumi gewohnt ist: reichhaltig, mit einer gewissen Tiefe, herzhaft, leicht süß und umami. Für 24 Euro gibt es das Gericht, das allerdings – anders als die anderen Ramen-Versionen – nicht mittags, sondern ausschließlich abends erhältlich ist.
Info Paris Club im 25hours Hotel. Louis-Pasteur-Platz 1. Öffnungszeiten: Lunch von montags bis freitags von 12 bis 15 Uhr (Küche bis 14.30 Uhr). Dinner von montags bis samstags von 18 bis 24 Uhr (Küche bis 22 Uhr).