Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russische Atomstreitkräfte halten Großmanöver ab

Aktualisiert am 19.05.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 7 Min.

Russland präsentiert seine strategischen Atomwaffen (Archivbild): Die russische Atomstreitkräfte kommen zum Großmanöver zusammen.Vergrößern des Bildes

Russland präsentiert seine strategischen Atomwaffen (Archivbild): Die russischen Atomstreitkräfte kommen zum Großmanöver zusammen. (Quelle: Yuri Kochetkov/epa/dpa/dpa-bilder)

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Belarus probt mit russischen Atomwaffen. Russland stiehlt Getreide von der Krim – wohl mit der Unterstützung von US-Firmen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russische Atomstreitkräfte halten Großmanöver ab

Das russische Militär führt nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte durch. Die Personalstärke
werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern geübt werden.

USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern ihre Sanktionen auf russisches Öl für weitere 30 Tage. US-Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, die Verlängerung werde den Rohölmarkt stabilisieren und sicherstellen, dass das Öl die Länder erreiche, die mit Blick auf Energie am stärksten gefährdet seien. Konkret bezieht sich die befristete Ausnahmeregelung auf russisches Öl, das sich aktuell bereits auf Tankern auf Meeren befindet.

Damit lockern die USA angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl – es ist inzwischen das dritte Mal. Zunächst hatten die USA am Wochenende eine entsprechende Ausnahmeregelung noch auslaufen lassen.

Kritiker hatten bemängelt, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Länder und Unternehmen, die mit Russland Geschäfte machen, könnten dabei im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.

Kremlchef Putin zu Besuch in China erwartet

Der russische Staatschef Putin wird zu einem zweitägigen Besuch in China erwartet. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi will sich Putin nach Kreml-Angaben über „wichtige internationale und regionale Fragen“ austauschen. Lesen Sie dazu auch den Tagesanbruch von t-online-Chefredakteur Florian Harms.

Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere Regionen

Mehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.

Rosatom-Chef: Lage an AKW Saporischschja droht unumkehrbar zu werden

Die Lage am russisch besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja nähert sich nach den Worten des Chefs der russischen Atombehörde Rosatom einem „Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt“. Wegen zunehmender ukrainischer Angriffe rücke dieser Moment immer näher, zitieren russische Medien Alexej Lichatschow. Ganz Europa müsse sich nun um eine Deeskalation bemühen, da dies ein Spiel mit dem Feuer und vor allem für osteuropäische Länder eine Gefahr sei. Die von Russland eingesetzte Leitung des größten europäischen Kernkraftwerks teilt mit, ukrainische Streitkräfte hätten die Anlage den dritten Tag in Folge unter Beschuss genommen. Bei dem jüngsten Drohnenangriff seien jedoch keine Schäden entstanden, der Betrieb laufe normal weiter.