Nach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will nun auch der Brandenburgische Pädagogenverband gegen das Land Brandenburg klagen. Durch die zusätzliche Unterrichtsstunde ab Februar hätten sich die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften gravierend verschlechtert, teilte der Verband in einer Pressemitteilung am Montag mit.

Die GEW hatte gegen die Mehrstunde bereits im November eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragt. Der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs hatte im Februar kritisiert: „Man hätte die Schulen besser ausstatten sollen.“ Er verwies auf die gestiegene Zahl an Schülerinnen und Schülern. Dazu kämen Unterrichtsausfall und ein hoher Krankenstand.

Außerdem wollen nun acht Brandenburger Lehrkräfte sich vor Gericht gegen die zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche wehren. Die Individualklagen seien vorbereitet, sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Die Lehrkräfte arbeiten an unterschiedlichen Orten, die Klagen sollen demnach bei verschiedenen Verwaltungsgerichten des Landes eingereicht werden.