„Gefahrenpotenzial ist real“

LKA findet Waffen bei Razzia gegen Rechtsextreme

19.05.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 1 Min.

Hessisches LKA in WiesbadenVergrößern des Bildes

Bei den sechs Wohnungsdurchsuchungen seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. (Symbolbild) (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)

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Das hessische LKA hat Wohnungen in fünf Landkreisen und Frankfurt durchsucht. Den sechs betroffenen Männern werden Volksverhetzung und Waffenverstöße vorgeworfen.

Das hessische Landeskriminalamt hat sechs Durchsuchungsbeschlüsse wegen rechter politisch motivierter Kriminalität vollstreckt. Durchsucht wurden Wohnungen in den Landkreisen Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Gießen und Bergstraße sowie in Frankfurt. Betroffen sind sechs Männer im Alter zwischen 25 und 62 Jahren.

Die Beschlüsse wurden nach LKA-Angaben unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung und Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erwirkt. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler demnach Waffen, Waffenteile und Pfefferspray sicher. Beschlagnahmt wurden außerdem Mobiltelefone, Laptops, PCs, Tablets und weitere Speichermedien.

LKA warnt vor Rechtsextremismus

LKA-Präsident Daniel Muth erklärte: „Das Gefahrenpotenzial von Personen aus dem rechten Spektrum ist real und hoch. Die Ereignisse in den letzten Jahren machen dies deutlich.“ Die hessische Polizei werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die freiheitlich demokratische Grundordnung zu schützen, teilte Muth weiter mit.

Nach Angaben des LKA hat die Zahl rechter politisch motivierter Straftaten in Hessen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wurden 2017 und 2018 noch rund 600 solcher Straftaten registriert, seien es 2025 fast 2.500 gewesen.