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Berlin – Aktivisten aus Berlin wollen die Einwanderung erzwingen, gegen den Willen der europäischen Regierungen. Damit muss endlich Schluss sein.
Der Berliner Verein „Sea Watch e.V.“ (Moosdorfstraße, Plänterwald) bringt Migranten von Libyen nach Italien. Dafür setzen die Helfer ein ehemaliges norwegisches Versorgungsschiff mit dem Namen „Sea Watch 5“ ein.
Am 12. Mai nahm das Schiff vor der libyschen Küste 138 Männer, 25 männliche Jugendliche und zwei Frauen auf und wurde dabei von der libyschen Küstenwache beschossen.
Offenbar sollte die Sea-Watch in einem libyschen Hafen festgesetzt werden, doch die Seefahrer aus Berlin entkamen. Sie steuerten, wie geplant, Italien an, um die Migranten an Land zu bringen.
Italien spielte allerdings nicht mit und beschlagnahmte das Schiff. Gegen den Kapitän wird wegen „Beihilfe zur unerlaubten Einreise“ ermittelt.
Berliner Seenotretter verfolgen politische Ziele
In Berlin ist die Empörung darüber groß, doch die italienische Regierung handelt nur nach Recht und Gesetz. Sie muss selbst entscheiden können, wer ins Land eingelassen wird und wer nicht, dafür wurde sie gewählt.
Die Sea-Watch-Aktivisten treten als Seenotretter auf, verfolgen aber nicht nur humanitäre, sondern vor allem politische Ziele.
Sie bringen die Schiffbrüchigen nicht in den nächsten Hafen in Libyen, wie es das internationale Seerecht verlangt, sondern weit entfernt nach Italien, obwohl sie noch nicht einmal wissen, ob die Migranten einen Fluchtgrund haben, der in Europa anerkannt wird.
Sie wollen Einwanderung erzwingen, gegen den Willen der europäischen Regierungen. Dabei arbeiten sie indirekt mit den Schleppern zusammen. Das ist die Wahrheit und damit muss endlich Schluss sein.
Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: gunnar.schupelius@axelspringer.de