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Tel Aviv – Donald Trump (79) hat erklärt, er habe geplante Militärschläge gegen den Iran vorerst abgeblasen – auf Bitten der Golfstaaten. Der US-Präsident spricht von „ernsthaften Verhandlungen“. Doch Trumps guter Wille scheint in Teheran nicht belohnt, sondern belächelt zu werden. Das iranische Parlament will ein Kopfgeld auf Trump aussetzen – in Kürze soll über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abgestimmt werden.
Wie die „Jerusalem Post“ berichtet, trägt das entsprechende Papier den Titel „Gegenmaßnahmen der Militär- und Sicherheitskräfte der Islamischen Republik“. Offenbar dürstet das Terror-Regime in Teheran nach Rache, weil es den USA und Israel bei Angriffen auf die iranische Hauptstadt im Februar 20265 gelang, Irans obersten Führer Ali Chamenei zu töten. Im März wurde mit Ali Larijani, dem Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, ein weiterer prominenter iranischer Politiker eliminiert.
Mehr zum ThemaIran spricht von „Vergeltungsmaßnahmen“
Als Vergeltung will der Iran nicht nur US-Präsident Trump sterben sehen, sondern auch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (76). Auf seinen Kopf sollen ebenfalls 50 Millionen Euro ausgesetzt werden. Außerdem auf der Todesliste: Admiral Brad Cooper (58), der Kommandeur des United States Central Command (CENTCOM), das für US-Militäroperationen im Nahen Osten zuständig ist. Er gilt dem Regime in Teheran als absolutes Feindbild.
Eine Anfrage des Axel Springer Global Reporters Network, zu dem BILD gehört, an die iranische Regierung zu der Kopfgeld-Idee wurde bislang nicht beantwortet.

Axel Springer Global Reporter Jan Philipp Burgard berichtet aus Tel Aviv
Foto: WELT
„Wir sind der Ansicht, dass der abscheuliche Präsident der Vereinigten Staaten, der unheilvolle und schändliche zionistische Premierminister sowie der CENTCOM-Kommandeur ins Visier genommen und Vergeltungsmaßnahmen unterzogen werden müssen“, sagte Ebrahim Azizi (62), der Vorsitzende der iranischen Kommission für nationale Sicherheit, am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen.
„Das ist unser Recht“, behauptete Azizi. „So wie unser Imam zum Märtyrer wurde, muss auch der Präsident der Vereinigten Staaten von jedem Muslim oder freien Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Mahmoud Nabavian, ein iranischer schiitischer Geistlicher und Parlamentsabgeordneter, bestätigte Azizis Aussage über die bevorstehende Abstimmung. Nabavian behauptete, es habe Drohungen gegen den neuen Obermullah, Modschtaba Chamenei (56), gegeben, und warnte davor, dass Irans Reaktion auf eine solche Tötung „verheerend“ sein werde.

Ein Iraner hält das Porträt von Obermullah Modschtaba Chamenei in die Luft. Seit dem Tod seines Vaters, der auch sein Vorgänger war, wurde er nicht mehr öffentlich gesehen
Foto: Francisco Seco/AP/dpa
Israelische Armee: „Bereiten alle Optionen vor“
Bislang steht eine Reaktion aus Washington zu den jüngsten Drohungen aus Teheran aus. Das Thema iranischer Mordpläne gegen Donald Trump sorgt in den USA seit Monaten für Aufregung. Am 6. März meldete das US-Justizministerium die Verurteilung von Asif Merchant, der als Agent der iranischen Revolutionsgarden auf US-Boden politische Attentate vorbereitet haben soll; Justizministerin Pamela Bondi (60) sagte damals, Merchant sei in die USA gekommen, um Präsident Trump zu töten. Zwei Tage zuvor hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) erklärt, der Leiter einer Einheit, die Trump habe ermorden wollen, sei „gejagt und getötet“ worden. Hegseth erklärte: „Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten. Aber Präsident Trump lacht zuletzt.“
Die neuerliche Ankündigung des iranischen Parlaments, über die Kopfgelder abstimmen zu lassen, erfolgt ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem US-Präsident zunächst auf weitere Verhandlungen statt auf neue Militärschläge setzt. Die israelischen Streitkräfte scheinen nicht an eine Verhandlungslösung mit dem Iran zu glauben. Eine hochrangige Vertreterin der Israel Defense Forces (IDF) erklärte im Gespräch dem Axel Springer Global Reporters Network: „Wir bereiten weiterhin alle Optionen vor, um unsere Ziele zu erreichen.“
Das übergeordnete Ziel sei, dass kein Israeli morgens mit der Angst das Haus verlassen müsse, von einer ballistischen Rakete aus dem Iran getötet zu werden. Erst recht dürfe der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen.
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