Die Zeichen stehen eindeutig auf Frühling – überall blüht es und die Knospen treiben aus. Das sonnige Wetter bietet beste Voraussetzungen für erholsame Stunden in der Natur. Diese fünf Parks und Botanischen Gärten haben besonders viel zu bieten.
Allein die Zahlen sind schon beeindruckend: Mehr als eine Million Menschen kommen jedes Jahr in die Kölner Flora, um dort die Blumen- und Pflanzenpracht zu erleben. Rund 12.000 kultivierte Pflanzenarten aus aller Welt im Freiland und in Gewächshäusern sind dort zu sehen, die gesamte Gartenanlage mit dem Flora-Ensemble von Peter-Joseph Lenné von 1864 und dem Botanischen Lehrgarten von 1914 umfasst knapp zwölf Hektar. Am Freitag, 12. Juni 2026, wird Oberbürgermeister Torsten Burmester die Schaugewächshäuser im Rahmen eines Festakts eröffnen. Im Botanischen Garten blühen einige Tulpensorten, im Heilpflanzengarten werden klassische und moderne Heilpflanzen in Geschichte und Nutzung dargestellt.
Info Haupteingang Alter Stammheimer Weg, 50735 Köln; geöffnet tgl. von 8 Uhr bis Sonnenuntergang; Subtropenhaus 10 bis 18 Uhr; Hunde sind nicht gestattet; Eintritt frei; www.stadt-koeln.de
Auf weitläufigen 68 Hektar Fläche erstreckt sich der Rombergpark in Dortmund. Erleben lassen sich auf einem Streifzug dabei unter anderem die historischen Anlagen des ehemaligen Schlossparks, eine ausgedehnte Heide-Moor-Landschaft, exotische Besonderheiten in den Pflanzenschauhäusern, oder ein Haiku-Weg lässt sich erwandern. Der Haiku-Weg führt über breite Wege und schmale Pfade, durch Kirschenallee, Teegarten und Kiefernhain. Auf Lampions gedruckte Haikus – kurze, oft melancholische Gedichte – markieren den Weg und laden dazu ein, sich Zeit zu lassen. Zu entdecken gibt es außerdem unter anderem noch einen englischen Landschaftsgarten, eine Dünenlandschaft oder den Loki-Schmidt-Garten. Benannt nach der Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt.
Info Am Rombergpark, Dortmund; Geöffnet tgl. rund um die Uhr (Freiland), die Pflanzenschutzhäuser samstags, sonntags und feiertags 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr; Eintritt drei Euro (nur Pflanzenschutzhäuser); Hunde dürfen angeleint mitgeführt werden (außer in der Heide- und Moorlandschaft); www.dortmund.de
Der rund 60 Hektar große Grugapark ist das grüne Herz der Ruhrgebietsstadt Essen. Ein Highlight zu dieser Jahreszeit ist die Kirschallee in der Nähe des Ponyhofs. Die Allee besteht ausschließlich aus japanischen Maienkirschen, der Hauptattraktion des Hanami-Festes in Japan. Blütenreichtum gibt es zum Beispiel im Staudengarten, im Rosengarten, im Garten der Sinne und im Bauerngarten. Hinzu kommen die exotischen Naturräume der Pflanzenschauhäuser. Insgesamt wechselt der Blütenflor auf einer Fläche von rund 4500 Quadratmeter mehrfach im Jahr. Die größten Beete befinden sich auf den Farbenterrassen, in der Dahlienarena und im Lindenrund. So wurden beispielsweise rund 40.000 bunte Violas gepflanzt.
Info Haupteingang Messeplatz 1A, 45131 Essen; Geöffnet 7.30 Uhr bis Sonnenuntergang, Schauhäuser ab 9 Uhr; Hunde dürfen angeleint mitgeführt werden; Eintritt Tageskarte fünf Euro, ermäßigt drei Euro, Kinder bis sechs Jahre frei; www.grugapark.de
Im Botanischen Garten der Universität Bonn am Poppelsdorfer Schloss läutet die Magnolia amoena, die anmutige Magnolia (so die Übersetzung des wissenschaftlichen Namens) die alljährliche Magnolien-Saison ein. Ansonsten warten im Schlossgarten noch mehrere Rekordbäume, etwa ein 22 Meter hoher Persischer Eisenholzbaum, eine 33 Meter hohe Spottnuss oder eine 22 Meter hohe Tempelkiefer. Fünf von 750 Gehölzen halten einen deutschen Rekord, acht andere einen nordrhein-westfälischen Landesrekord. Im Nutzpflanzengarten werden etwa 2000 verschiedene Pflanzen aus den tropischen und gemäßigten Klimazonen angebaut. Dazu lohnen verschiedene Gewächshäuser wie das Regenwald-, das Mittelmeer- oder das Wüstenhaus einen Besuch.
Info Haupteingang Schlossvorplatz, Meckenheimer Allee 169; geöffnet ist der Botanische Garten täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr; Eintritt frei; Die Gewächshäuser schließen jeweils 30 Minuten früher. Die Gärten schließen bei Einbruch der Dämmerung. www.botgart.uni-bonn.de
Mit rund 2,5 Hektar zwar nur überschaubar groß, punktet der Botanische Garten Wuppertal mit seiner schönen Anlage inmitten des Parks Hardt und im Schatten der Orangerie mit dem historischen Elisenturm (benannt nach Elise, der Gemahlin Friedrich Wilhelms IV. von Preußen). Die abwechslungsreiche Hügellage mit schönem Blick auf die Stadt war ideale Voraussetzung zur Schaffung verschiedener Gartenräume, in denen etwa 4000 Pflanzenarten ihren speziellen Ansprüchen gemäß kultiviert werden, darunter rund 400 geschützte Arten wie Cyclamen, Iris, Paeonia, Scilla, Moraea, Babiana und Gladiolus.
Info Elisenhöhe 1, 42107 Wuppertal; Geöffnet 7.30 bis 18 Uhr, sa & so ab 9 Uhr, ab April bis 19 Uhr; Gewächshäuser ab April ab 11 Uhr; Hunde dürfen nicht mitgeführt werden; Eintritt frei; www.botanischer-garten-wuppertal.de