Einfach mal abschalten zu können. Das gefiel Yasemin und Yagmur besonders gut, erzählen sie, während sie an ihren Leinwänden malen und überlegen, wie sie ihre Kunstwerke gestalten möchten. Zu Hause wären sie nicht auf die Idee gekommen, sich bewusst Zeit für Kreativität zu nehmen. Yasemin hatte von dem Event über Instagram erfahren und es daraufhin ihrer Freundin zum Geburtstag geschenkt. Zuvor war sie schon öfter im Cocoon gewesen, um zu essen. An einem Event des Restaurants hatte sie noch nie teilgenommen, sich jedoch gefreut, als sie davon erfuhr. Auch weil solche Veranstaltungen in der Mühlenstadt eher selten seien.
Nun waren sie und ihre Freundin zwei von zahlreichen Teilnehmerinnen, die am Freitagabend ins Cocoon kamen, das im September 2024 von Familie Chodorowski gegenüber der Wegberger Volksbank eröffnet wurde und sich seitdem eine treue Kundschaft aufgebaut hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein „Drink, Eat and Paint“-Abend stattgefunden, der für große Begeisterung unter den hauptsächlich weiblichen Teilnehmerinnen gesorgt hatte. Auf ihn folgte zum diesjährigen Muttertag ein „Brunch and Paint“-Event. Mit den Veranstaltungen verfolgt Nikola Chodorowska, die gemeinsam mit ihrem Vater Tomasz das Cocoon betreibt, das Ziel, Menschen zusammenzubringen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Ihr sei es wichtig, zu zeigen, dass man auch in Wegberg an tollen Aktivitäten teilnehmen könne, und freue sich über den lebendigen Austausch der Gäste, berichtet sie.
Die perfekten Rahmenbedingungen dafür schuf sie durch die Bereitstellung von zahlreichen künstlerischen Hilfsmitteln, darunter Pinsel, Farben, Luftballons und Schwämme. Zudem standen für die Gäste neben kleinen Geschenken Leinwände auf Staffeleien bereit. So konnte jede Teilnehmerin ganz individuell ihr Kunstwerk gestalten. Als Inspiration hatte die 29-Jährige ein paar Vorlagen mit Ideen ausgehängt, an denen sie sich orientieren konnten. Letztlich waren sie jedoch ganz frei darin zu entscheiden, wie sie ihr Kunstwerk gestalten wollen.
Wie schon bei den vergangenen Events stellte das Restaurant zudem ein Buffet mit diversen Angeboten der Speisekarte zusammen und sorgte so für das leibliche Wohl der Künstlerinnen, die sich unter anderem an japanischen Udon Nudeln, verschiedenen Sushi-Rollen, Salaten und Vorspeisen wie gefüllte Weinblätter bedienen konnten. Dabei blieben die Mönchengladbacherin und ihr Vater, der als Koch schon in zahlreichen Restaurants Erfahrungen gesammelt hat, ihrem Konzept treu. Sie möchten zeigen, dass sich Restaurantbesuche mit einer ausgewogenen und bewussten Ernährung verbinden lassen und setzen auf qualitativ hochwertige und frische Zutaten. Als Nachspeise servierte Chodorowska eine kleine Auswahl an Desserts, darunter beispielsweise iberische Churros. Getränke konnte sich jede Teilnehmerin individuell von der Karte bestellen. Für eine lockere Atmosphäre sorgte entspannte Musik, bei der jede der Teilnehmerinnen ganz konzentriert an ihrem Kunstwerk malte und so einmal vom stressigen Alltag Abstand nehmen konnte.
Um dies ermöglichen zu können, stecke Chodorowska sehr viel Liebe in die Vorbereitung der Events und freue sich dann, wenn alle Teilnehmerinnen Spaß haben, sagte sie. Am Freitag sei ihr das gelungen, erzählt sie zufrieden. Auch im täglichen Geschäft ist es Familie Chodorowski wichtig, dass in ihrem Lokal eine familiäre Stimmung herrscht, bei der sich jeder Gast wohlfühlt. Für die Zukunft hat das Vater-Tochter-Duo weitere solche Events geplant und bereits einige Anfragen für Kooperationen mit anderen Veranstaltern erhalten. So wird rund um die Sommerferien ein ähnlicher Abend folgen. Es lohne sich, die Social-Media-Plattformen des Restaurants im Blick zu halten, auf denen Chodorowska über weitere Details informieren werde, erklärt sie.