Sturmtief „Walter“ bleibt notgedrungen im Gedächtnis. Denn das Starregenereignis, das am 9. September 2025 unter anderem Mönchengladbach traf, hat bis heute spürbare Folgen: An vier der insgesamt 56 betroffenen Liegenschaften der Stadt gibt es noch immer Schließungen. Das berichtete Raimund Eckers, Betriebsleiter beim städtischen Gebäudemanagement GMMG, im Ausschuss für Betriebe und Vergabe Mitte März – und stellte die Betroffenen auf eine längere Wartezeit ein.
Voigtshofer Allee, Espenstraße, Brucknerallee
So seien seinerzeit Schließungen für Teilbereiche von Schulen und anderen Gebäuden ausgesprochen. „Mehrere Hallen mussten kurzfristig geschlossen werden“, sagte Eckers rückblickend. Die meisten seien aber wieder geöffnet. Die Sporthalle an der Voigtshofer Allee in Wickrath gehört nicht dazu. Es brauche einen neuen Boden und neuen Prallschutz, erklärte Eckers. Bis dort wieder trainiert werden kann, werde es bis Ende des Jahres 2026 dauern. Gleiches gelte für die Turnhalle an der Espenstraße im Stadtteil Schmölderpark. „Da haben wir das Problem, dass die Bühne mit saniert werden muss“, sagte Eckers. „Das dauert bis Ende des Jahres.“
Bis Mitte des Jahres soll hingegen die Sanierung an der Brucknerallee abgeschlossen sein, sagte der GMMG-Betriebsleiter in der Sitzung. Zumindest hoffe man das. Im nachträglich veröffentlichten Protokoll zum Ausschuss heißt es, dass „noch kein Enddatum“ vorliege.
Probleme am Schulzentrum Rheindahlen
Eine große Baustelle ist das Schulzentrum Rheindahlen an der Geusenstraße. Im Protokoll festgehalten ist, dass „ein Erfolg aufgrund der baulichen Eigenarten fraglich“ sei. „Die Räume liegen in einem tieferen Bereich, also in einer Senke“, erklärte Eckers die Problematik. Es könne sein, dass das Gebäude beim nächsten Starkregen wieder betroffen sei. Deshalb sei ein Außenplaner für die Erarbeitung eines Konzepts herangezogen worden. Es sollten Maßnahmen getroffen werden, „damit uns so etwas nicht wieder ereilt“.
Der Schulbetrieb an der Hauptschule und dem Gymnasium war nach dem Unwetter zunächst nicht in Präsenz möglich. Und er ist noch immer eingeschränkt, wie Kostenpflichtiger Inhalt in der April-Sitzung der Bezirksvertretung West unter anderem durch die Schulleiterin des Gymnasiums verdeutlicht wurde. Zu ihrer Enttäuschung und auch jener der Politiker und anwesenden Vereinsvertreter konnte die GMMG in der Sitzung keine Zeitschiene nennen, wann die verschiedenen Sperrungen in dem Gebäudekomplex aufgehoben werden können. Es gebe viele ausstehende Maßnahmen, die in Reihenfolge gebracht und dann umgesetzt werden müssten, hieß es.
Rückblick auf das Starkregenereignis
Sturmtief „Walter“ hatte die Feuerwehr über viele Stunden in Atem gehalten. 781 Einsätze, von denen zeitweise 460 parallel vorlagen, meldete die Stadt im Nachgang. In der Spitze habe es 152 Notrufe innerhalb von zehn Minuten gegeben. Bis zu 300 Einsatzkräften waren parallel aktiv.