Mit einem fulminanten 6:1-Erfolg über Hertha BSC am 34. Spieltag ist Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld am letzten Spieltag der Klassenerhalt im deutschen Unterhaus gelungen. Dennoch denken die Ostwestfalen offenbar darüber nach, sich nach drei Jahren von Erfolgscoach Mitch Kniat zu trennen. Auch ein potentieller Nachfolger wird bereits gehandelt.
Obwohl die Rückrunde von Arminia Bielefeld überaus durchwachsen lief, hatte Cheftrainer Mitch Kniat von Sportchef Michael Mutzel inmitten einer handfesten Krise eine Jobgarantie bekommen – und das mit Erfolg. Der 40-Jährige führte den ostwestfälischen Aufsteiger zum Klassenerhalt, nach einer 6:1-Gala gegen Hertha BSC stand am Ende der Saison ein 13. Tabellenplatz.
„Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir durch einen Trainerwechsel besser werden, im Gegenteil. Wir haben viel und detailliert analysiert und gesprochen und diese Entscheidung aus hundertprozentiger Überzeugung getroffen. Und sie war richtig“, ordnete der ehemalige HSV-Sportdirektor seine im März getroffene Entscheidung, am Übungsleiter festzuhalten, in der „Neuen Westfälischen“ nun rückblickend ein.
Arminia Bielefeld: Kniat „hier sehr glücklich“
Ob der Erfolgstrainer, der den Traditionsklub in der Saison 2024/25 als Drittligist erstmals ins Pokalfinale nach Berlin führte, auch in der neuen Spielzeit an der Seitenlinie stehen wird, ist allerdings offen. „Wir haben das Ziel erreicht, er hat einen guten Job gemacht. Alles Weitere besprechen wir in den nächsten Tagen“, sagte Mutzel mit Blick auf die Kniat-Zukunft.
Man werde sich „in die Augen gucken und dann werden wir beide sagen: alles gut oder auch nicht“, legte der 46-Jährige nach, der 2023 bei der Arminia übernommen hatte. Der Übungsleiter, der ebenfalls 2023 innerhalb Ostwestfalens vom SC Verl an die Melanchthonstraße gewechselt war, kann sich eine weitere Saison beim DSC derweil bestens vorstellen.
„Das ist einfach mein Verein und ich bin hier sehr glücklich. Mein ganzes Trainerteam fühlt sich extrem wohl hier und es macht extrem Spaß, jeden Tag zur Arbeit zu kommen“, sagte Kniat auf der Pressekonferenz nach dem Kantersieg gegen die Hertha am Sonntag. Sollte die Arminia-Entscheidung gegen den Cheftrainer ausfallen, hat der Klub offenbar bereits einen Nachfolger im Blick.
Wie die vereinsnahe „Neue Westfälische“ berichtet, steht Marcel Rapp bei den Westfalen hoch im Kurs. Der 47-Jährige wurde im Februar bei Holstein Kiel vor die Tür gesetzt, soll aber auch beim Karlsruher SC auf dem Zettel stehen.
