Forderungen nach einer Änderung der Pläne kommen auch von der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK). „Wir haben Pendler-Bewegungen in beide Richtungen“, sagt Guido Noack, Verkehrsreferent bei der IHK am Dienstag. „Für die Wirtschaft ist das schlicht eine Katastrophe.“
Zahlreiche Arbeitskräfte aus Polen müssten beispielsweise jeden Tag nach Ostbrandenburg oder Berlin, so Noack. „Bei den Polen haben wir ungefähr 15.000 Pendler, die jeden Tag in die Region strömen. Mit Berlin zusammen sind es noch einmal deutlich mehr. Da reden wir von ungefähr 30.000 Pendlern.“
Diese über Monate hinweg mit Ersatzbussen über die Autobahn 12 zu befördern, sei keine Lösung, so der IHK-Verkehrsexperte weiter. Dies gelte besonders, wenn es um den Transport der Mitarbeiter der Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) gehe. „Es gibt kein Unternehmen in dieser Größenordnung, das so stark am öffentlichen Nahverkehr – sprich dem RE1 – hängt. Schon deshalb ist diese Sperrung nicht möglich.“