„Unverzüglich zu korrigieren“
Eilantrag im Stadtrat soll Dresdner „Tatort“ retten
20.05.2026 – 12:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Logo der Erfolgskrimi-Serie: Nach Angaben des Dresdner Fraktionschef die Linkspartei dazu einen Eilantrag in den Dresdner Stadtrat eingebracht. (Quelle: Revierfoto/imago)
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Der MDR will drei Jahre lang keine neuen Folgen der beliebten Krimireihe drehen. Dagegen formiert sich Widerstand aus Stadtrat und Schauspielhaus.
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) legt den Dresdner „Tatort“ auf Eis: Drei Jahre lang sollen keine neuen Folgen entstehen. Dagegen versucht sich die Linke-Fraktion zu wehren: „Das ist eine eklatante Fehlentscheidung, die nicht nur die Beliebtheit und den Erfolg des ‚Dresdner Tatorts‘ negiert, sondern einmal mehr den Osten Deutschlands als Landstrich zweiter Klasse behandelt“, so Fraktionschef André Schollbach.
Nach Angaben des Linken-Politikers hat seine Partei dazu einen Eilantrag in den Dresdner Stadtrat eingebracht. Demnach soll das kommunale Parlament den MDR auffordern, seine Entscheidung „unverzüglich zu korrigieren.“ Der „Dresdner Tatort“ habe eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die touristische Entwicklung der Stadt Dresden und für die gesamte Region, argumentierte der Fraktionschef.
Brambach und Gröschel fordern Kehrtwende vom MDR
Auch die beiden Dresdner „Tatort“-Kommissare – die Schauspielerin Cornelia Gröschel und ihr Kollege Martin Brambach – hatten die Entscheidung des MDR kritisiert.
Es wäre „ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im Deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt“, erklärten sie unter anderem.
