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München – Diesen fiesen Streich haben die Löwen-Fans wohl bejubelt wie einen Bundesliga-Titel. Vergangenen Sonntag feierte der FC Bayern München mit über 16.000 Fans die 35. Deutsche Meisterschaft. Doch die traditionelle Party auf dem Marienplatz wurde von Anhängern des Stadtrivalen TSV 1860 mit einem XXL-Spottbanner sabotiert. Die Sechzger schafften es, dass vor dem Rathaus eine riesige Plane ausgerollt wurde, das aussah wie ein Bayern-Logo – nur mit dem Schriftzug „FC Bauern Hurensöhne“.

Jetzt sprechen die Macher in BILD, wie sie die Security des deutschen Rekordmeisters überlisteten. Und: Sie wollen ihre 180-Quadratmeter-Plane wieder zurück!

Staunen auf dem Rathaus-Balkon: Manuel Neuer machte Stadionsprecher Lehmann während der Meisterfeier auf die Spott-Aktion aufmerksam

Staunen auf dem Rathaus-Balkon: Manuel Neuer machte Stadionsprecher Lehmann während der Meisterfeier auf die Spott-Aktion aufmerksam

Foto: MIS

Die Aktion: Gerade, als Stadionsprecher Stephan Lehmann (63) Bayern-Star Leon Goretzka (32/Vertragsende nach acht Jahren) verabschiedet, wird das riesige Logo ausgerollt. Manuel Neuer (40) entdeckt die Sabotage und wendet sich an den Moderator. Lehmann sagte noch am Balkon-Mikrofon: „Könnt ihr mal kurz die Plane einholen, weil ihr ja nichts darunter seht.“ Doch da war es längst zu spät. TV-Kameras der Live-Übertragung hatten das Spott-Plakat längst eingefangen.

Die Störer hatten die originalen Farbcodes des FCB-Logos für ihre Banner verwendet

Die Störer hatten die originalen Farbcodes des FCB-Logos für ihre Banner verwendet

Foto: Privat

180 Quadratmeter-Banner war 20 Kilogramm schwer

Der Coup: Jetzt melden sich die Sechzig-Fans zu Wort. Sie wollen anonym bleiben, gegenüber BILD erklärt aber einer der Meisterfeier-Saboteure: „Wir haben eine Woche an der Fahne gemalt. Sie hatte einen Durchmesser von 15 Metern, eine Fläche von 180 Quadratmetern und ein Gewicht von 20 Kilogramm.“

Das Banner 20 Kilogramm schwer, hatte einen Durchmesser von 15 Metern. Markierungen zeigen die Ausrichtung für die Aktion auf dem Rathausvorplatz an

Das Banner ist 20 Kilogramm schwer, hatte einen Durchmesser von 15 Metern. Markierungen zeigen die Ausrichtung für die Aktion auf dem Rathausvorplatz an

Foto: Privat

Das Banner auf dem Marienplatz, kurz bevor es durch die Fans ausgebreitet wurde

Das Banner auf dem Marienplatz, kurz bevor es durch die Fans ausgebreitet wurde

Foto: Privat

Um sie auf den ersten Blick möglichst authentisch wirken zu lassen, wurden die Original-Farbcodes des Bayern-Emblems verwendet. Der 1860-Fan: „Die Fahne wurde kurz vor der Zeremonie durch alle Sicherheitsschleusen verdeckt durchgeschmuggelt. Wir wurden weder aufgehalten noch befragt.“ Im Gegenteil. Die Mitarbeiter der externen Security-Firma, die auf dem Marienplatz vor dem Rathaus für die Sicherheit sorgten, seien den getarnten Saboteuren „mit viel Sympathie“ begegnet.

1860-Attacke auf XXL-Logo: Erzrivale crasht Bayern-Party

Quelle: BILD17.05.2026

Mit Sponsoren-Shirts durch alle Security-Schleusen

Entgegen erster Aussagen von der Security vor Ort wurde das Banner nicht in den Fan-Bereich hineingereicht. Die 1860-Fans spazierten mit der zusammengerollten Plane in den umzäunten Bereich auf dem Rathausvorplatz. Die Störer trugen Shirts des Bayern-Sponsors Telekom, der direkt daneben mehrere Video- und Werbewände ausgestellt hatte und mit Mitarbeitern dort war. Die Löwen-Fans schmuggelten sich so unerkannt an den Sicherheitsmitarbeitern in den Innenbereich.

Mit solchen Shirts schmuggelten sich die Saboteure mit dem Plakat durch die Sicherheits-Schleusen

Mit solchen Shirts schmuggelten sich die Saboteure mit dem Plakat durch die Sicherheitsschleusen

Foto: Privat

Das Banner wurde nach der Aktion schnell wieder eingerollt. Wer es konfisziert hat, wo es gelagert wird oder ob es bereits entsorgt wurde, ist aktuell unklar. Über den 1860-Fananwalt Gerald Assner wollen die Saboteure jetzt das XXL-Logo wieder zurück. Der Jurist aus München zu BILD: „Die Mandanten wollen nicht, dass für die Entsorgung noch weitere Kosten entstehen. Wir hoffen, dass sich die Mitarbeiter melden, die die Fahne aufbewahren.“

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Übrigens: Der FC Bayern will nach BILD-Informationen keine Strafanzeige wegen Beleidigung bei der Löwen-Aktion erstatten. Präsident Herbert Hainer (71) merkte gegenüber BILD aber süffisant an: „Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben.“