Wo heute noch viele kleine Pflanzen stehen, soll in den kommenden Jahren ein neuer Wald für Moers heranwachsen: Wie die Stadt mitteilte, wurden an der Filder Straße im Frühjahr auf rund vier Hektar insgesamt etwa 24.200 junge Bäume und Sträucher gepflanzt. Für das vergleichsweise waldarme Moers sei dies ein wichtiger Schritt hin zu mehr Grün, mehr Schatten und mehr Natur „vor der eigenen Haustür“.

Die neue Fläche verbindet zwei bereits bestehende Waldflächen. So entstehe nach und nach ein größerer zusammenhängender Naturraum für Tiere, Pflanzen und Menschen. Gepflanzt wurden heimische Laubbäume und Sträucher, die gut an die Bedingungen vor Ort angepasst seien. Die jungen Pflanzen sind derzeit etwa 40 bis 50 Zentimeter hoch. Zum neuen Mischwald gehören Wiesen- und Pflanzenstreifen, Sträucher sowie kleine Rückzugsorte für Tiere. So sollen künftig viele Vogelarten, Insekten und Kleintiere Nahrung, Schutz und neue Lebensräume finden.

Erhöhte Sitzstangen für Greifvögel

Wälder sorgen an heißen Tagen für kühlere Luft, speichern Wasser, filtern Schadstoffe und machen die Umgebung lebenswerter. Gleichzeitig schaffen sie Orte zur Erholung und stärken die Natur in der Stadt. Damit die jungen Bäume ungestört wachsen können, wurde die Fläche mit einem Schutzzaun versehen. Er verhindere, dass Rehe oder andere Wildtiere die frischen Triebe anfressen. Zusätzlich wurde ein rund 278 Meter langer Weg angelegt. Er erleichtere die Pflege und erschließt das angrenzende Waldstück.

Auch natürliche Helfer wurden laut Stadt eingeplant: Drei sogenannte Julen – erhöhte Sitzstangen für Greifvögel – böten Bussarden und Falken gute Aussichtspunkte. Von dort könnten sie nach Mäusen jagen und auf natürliche Weise dazu beitragen, das Gleichgewicht in der Natur zu unterstützen.