Der Deal war nur noch Formsache, nun sind auch die Unterschriften unter den Verträgen gesetzt: David Herold wechselt zur neuen Saison vom Karlsruher SC zu Borussia Mönchengladbach. Der Linksverteidiger wurde mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet.

„David ist ein junger, deutscher Spieler, der sich gut entwickelt hat, der aber auch hungrig und entwicklungswillig ist, noch weiteres Potenzial hat und die Borussia als seinen perfekten nächsten Schritt sieht“, wird Sportchef Rouven Schröder in der Mitteilung des Klubs zitiert. „Er punktet durch ein hohes Laufvolumen und Offensivdrang sowie einen sehr offenen Charakter.“

In der vergangenen Saison gehörte Herold in einigen Kategorien zu den auffälligsten Spielern der 2. Bundesliga. So schlug der Linksfuß 108 Flanken, nur Fabian Reese (Hertha BSC) kommt auf mehr. Mit 379,5 gelaufenen Kilometern belegte er ligaweit den fünften Platz, ebenso bei der Anzahl der intensiven Läufe. 625 Sprints reichten zu Rang vier. Herold verkörpert damit die Intensität, die sich Borussia insbesondere von den Transfers im Sommer wünscht.

Herold selbst sagt über seine Entscheidung, nach Gladbach zu gehen: „Der Wechsel zu Borussia bedeutet mir sehr viel. Zum einen ist es für mich der erste Schritt in die Bundesliga – womit ich mir den Traum erfülle, den ich habe, seit ich ein kleiner Junge war. Und dann auch noch zu so einem großen Traditionsverein wie Borussia Mönchengladbach zu wechseln, ist für mich ein Riesenschritt.“

Herold wird in Gladbach mit der Nummer 20 auflaufen

In Gladbach wird Herold in Zukunft mit der Rückennummer 20 auflaufen, die bis zum Winter Luca Netz trug, damit ist Herold im doppelten Sinne der Netz-Nachfolger. Konkurrieren wird er in erster Linie mit Lukas Ullrich, an den der Herold-Transfer das klare Signal ist, dass sich Borussia auf der linken Seite besser und breiter aufstellen möchte.

Der KSC zeigte Verständnis für die Entscheidung Herolds, nun in der Bundesliga angreifen zu wollen. „Seine fußballerischen Qualitäten und seine konstante Verfügbarkeit haben ihn zu einer festen Größe unseres Kaders gemacht. Deshalb war es für uns zu keinem Zeitpunkt eine Überraschung, dass ein Transfer ein Jahr vor Vertragsende aufgrund der fixierten Ausstiegsklausel zustande kommen kann“, sagte KSC-Geschäftsführer Sport Mario Eggimann.

Sie beträgt nach Informationen unserer Redaktion 3,5 Millionen Euro. Im Gegenzug könnte Borussia in diesem Transfer-Sommer noch Geld aus Karlsruhe erhalten: Shio Fukuda überzeugte im Saisonendspurt mit Toren, Kostenpflichtiger Inhalt eine feste Verpflichtung des Leihstürmers steht im Raum.

Herold freut sich auf den Borussia-Park und die Fans

Ausgebildet wurde Herold im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Von dort aus wurde er im Januar 2023 für ein halbes Jahr nach Österreich an den SCR Altach ausgeliehen, wo der Trainer Miroslav Klose hieß. Anschließend ging es für eine Saison auf Leihbasis zum KSC, der Herold 2024 schließlich für 750.000 Euro verpflichtete. Für die deutschen Junioren-Nationalteams lief Herold von der U16 bis zur U20 insgesamt 16-mal auf.

Nun heißt das nächste Ziel: Bundesliga-Debüt. „Besonders freue ich mich auf die Borussia-Fans – ich habe in der abgelaufenen Saison im DFB-Pokalspiel bereits erlebt, was für eine Wucht dieses Stadion hat“, sagte Herold.