„Überlastet“ und „viel zu viel“
Wut auf Transit: Darum blockieren Anwohner den Brenner
Aktualisiert am 20.05.2026 – 22:57 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Raststätte Matrei an der Brennerautobahn A 13 in Tirol. Eine Demo mit Vollsperrung bringt den Verkehr auf Europas wichtigster Transitstraße zum Erliegen. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss/imago)
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Wer Ende Mai nach Süden will, hat schlechte Karten: Wegen einer Demonstration am 30. ist der Brenner stundenlang gesperrt. Erste Vorbereitungen laufen schon.
In den Pfingstferien schnell zum Gardasee? Ausgerechnet am letzten Ferienwochenende ist die wichtigste Nord-Süd-Achse komplett dicht. Der Grund: Am Samstag (30. Mai) wird ein Abschnitt der Brennerautobahn für eine Demonstration gesperrt. Die Tiroler Landesregierung warnt eindringlich, man solle das österreichische Bundesland weiträumig umfahren. Auch die Polizei kündigt strenge Kontrollen an. Erste Vorbereitungen laufen.
Grund für die Sperrung ist eine angemeldete Demonstration im Wipptal. Beteiligt sind mehrere Gemeinden, darunter die Ortschaften Gries und Matrei am Brenner. Von der Sperrung betroffen ist nicht nur die A13, sondern auch die im Tal liegende B182.
Obwohl die Vollsperrung mehrere Wochen vorab angekündigt wurde, rechnen die Behörden dennoch mit einem hohen Verkehrsaufkommen.
Demo auf der Brennerautobahn: Wo genau ist gesperrt?
Die Sperrung beginnt am Samstag, 30. Mai, um 11 Uhr und soll gegen 19 Uhr enden. Sie beschränkt sich auf den Abschnitt der A13 zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner. Während dieses Zeitraums ist der Brenner nicht passierbar – nur Fahrradfahrer und Fußgänger können durch.
Ebenfalls betroffen ist die B182, die sogenannte „alte Brennerstraße“. Lediglich Reisende mit Ziel Wipptal dürfen diese Straße benutzen. Die Tiroler Verkehrspolizei hat bereits angekündigt, verschärfte Kontrollen durchzuführen.
Wer an diesem Wochenende zum Gardasee oder in Richtung Dolomiten nach Südtirol fahren möchte, sollte also dringend umplanen. Ansonsten raten die Behörden laut ORF (Österreichischer Rundfunk), dass man den Grenzübergang vor 9 Uhr morgens passieren sollte. Kommt es am Samstagmorgen zu Staus, wird die Route bereits vor 11 Uhr gesperrt und der Verkehr umgeleitet.
Lkw dürfen die Stelle bereits ab 6 Uhr morgens nicht mehr passieren, damit kein Verkehrschaos entsteht. Davon ausgenommen sind lediglich Lebensmittel und Medikamente, um die Versorgung weiterhin zu gewährleisten.
Warum demonstrieren die Anwohner?
Die A13 und die B182 gehören zu den meistbefahrenen Strecken in Europa. Neben der Tauernautobahn schlängelt sich hier ein Großteil des Verkehrs von Norden nach Süden durch, egal ob Reisende oder Waren. Jährlich sollen es laut ADAC an die 14 Millionen Fahrzeuge sein. Vor allem bei den Münchnern ist die schnelle Fahrt über den Brenner nach Italien ein beliebter Wochenendtrip.

