Plötzlich kein Geld mehr

Rekord-Deal um Frankfurter Opernturm geplatzt

21.05.2026 – 04:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Opernturm (Archivfoto): Der geplante Verkauf konnte nicht realisiert werden. (Quelle: imago stock&people via www.imago-images.de)

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Der geplante Verkauf des Frankfurter Opernturms ist geplatzt. Der aussichtsreichste Käufer konnte offenbar eine entscheidende Hürde nicht nehmen.

Der geplante Verkauf des Frankfurter Opernturms für rund 850 Millionen Euro ist gescheitert. Der Münchener Investor und Wirtschaftsanwalt Erich Schwaiger, der als aussichtsreichster Käufer galt, konnte die notwendige Finanzierung nicht aufbringen. Das berichten mehrere mit der Transaktion vertraute Personen der „Financial Times“.

Dazu äußern wollte sich offenbar keiner der betroffenen: Die Verkäufer JPMorgan Asset Management und der singapurische Staatsfonds GIC lehnten einen Kommentar ab. Schwaiger reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Eigentümer erwägen Refinanzierung des Opernturms

Der Deal wäre der größte europäische Bürogebäude-Verkauf seit Herbst 2022 gewesen. Schwaiger hatte sich zuletzt als gewerblicher Großinvestor einen Namen gemacht: Nach der Insolvenz des Signa-Konzerns von René Benko kaufte er in München unter anderem das Sporthaus Schuster, das Hirmer-Stammhaus und die Oberpollinger-Immobilie – ein Gesamtvolumen von mehr als 700 Millionen Euro.

Der Opernturm, mit Mietern wie der Schweizer Großbank UBS und langfristigen Mietverträgen als „Trophy Asset“ der Branche gehandelt, wäre ein anderes Kaliber gewesen. Die Eigentümer erwägen nun Insidern zufolge eine Refinanzierung des Gebäudes.

Gewerbeimmobilienmarkt um zehn Prozent eingebrochen

Das Scheitern trifft den Markt in einem fragilen Moment. Noch Anfang des Jahres, als die Branche in Cannes zusammenkam, war die Stimmung optimistisch. Doch steigende Finanzierungskosten und der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran haben die Lage seitdem eingetrübt.

Das Transaktionsvolumen im europäischen Gewerbeimmobiliensektor lag im ersten Quartal laut MSCI-Daten zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch Blackstone hat den geplanten Verkauf eines Bürogebäudes im Londoner Canary Wharf für rund 250 Millionen Pfund vorerst auf Eis gelegt.