Wenn mit wenig Budget viel Stimmung geschaffen wird. Mit einer kleinen Idee eine Warnung an die ganze Menschheit entsteht. Wenn nur vier Darsteller:innen sich gegenseitig an die Wand spielen und eine geniale Idee auf ihren Schultern tragen – dann haben wir es mit unserem heutigen, absolut sehenswerten Tipp bei Amazon Prime zu tun.
Last Contact ist ein auf den ersten Blick simpel wirkendes, dystopisches Kammerstück mitten auf dem Ozean. Doch darin steckt so einiges. Der Film versetzt uns in ein Horror-Szenario: abgeschnitten von der Außenwelt, düster. Last Contact holt aus seinem Setting alles heraus, was er kann, und dreht die Spannung langsam, aber stetig auf Anschlag.
Sci-Fi-Thriller-Tipp: In Last Contact tritt ein kleines Ereignis auf einem Außenposten grausame Ereignisse los
Die nicht allzu ferne Zukunft: Die Menschheit hat es erfolgreich geschafft, das Klima, die Natur und sich selbst an den Rand der Vernichtung zu treiben. Der Planet ist fast vollständig geflutet. Nur zwei kleine Landmassen existieren noch. Zwei Kontinente im Krieg.
Zwischen ihnen existiert ein militärischer Außenposten, den eine Seite eisern hält. Er liegt einsam und allein mitten im endlosen Meer. In seinen Eingeweiden verbirgt sich eine Waffe, die zwar den Krieg entscheiden, aber auch alles vernichten könnte.
Der Posten ist minimal besetzt. Nur vier Soldat:innen verbringen hier ihre monotonen Tage.
Inzwischen hätten sie längst abgelöst werden sollen, aber die Ersatzcrew ist seit Monaten nicht aufgetaucht. Dann sichtet die Truppe eines Tages ein Boot – und plötzlich eskaliert die Situation.
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Last Contact bei Amazon Prime ist ein cleveres Kammerstück, das die Spannung permanent anzieht
Last Contact packt uns auf vielen Ebenen. Da ist zunächst ein Setting, das uns komplett in seinen Bann zieht. Die Abgeschiedenheit und Isolation der ächzenden Metallkonstruktion in der Endlosigkeit des Ozeans gehen unter die Haut. Die Wassermassen, die sich hier im Sturm auftürmen, sind beeindruckend.
So sind wir ohnehin schon angespannt.
Dazu kommt das oft zurückhaltende, aber faszinierende Schauspiel der vier Hauptdarsteller:innen: Kate Bosworth, Thomas Kretschmann, Lucien Laviscount und Martin McCann sind eine internationale, sich gegenseitig übertrumpfende Crew. Und dann ist da das Drehbuch, das sich quälend langsam unter die Hirnrinde bohrt.
Denn ein kleines Ereignis tritt hier Großes los.
Unter den Anwesenden macht sich Misstrauen breit. Mit einem Mal beginnen wir, alles zu hinterfragen und an unserem Verstand zu zweifeln. All das passiert schleichend, manchmal quälend langsam. Dadurch können wir uns zwei Stunden lang nie entspannen, nie wirklich aufatmen – ehe das Finale uns trotzdem eiskalt erwischt.
Wer Lust auf kreative Sci-Fi-Spannung der etwas anderen Art hat, sollte mal bei Amazon Prime in Last Contact hineinspitzeln.