Stauffenbergallee Dresden: Warum die Sanierung 4,5 Millionen Euro kostete
Die ursprünglich veranschlagten 2,9 Millionen Euro reichten nicht aus – die Gesamtkosten stiegen auf rund 4,5 Millionen Euro, ein Plus von rund 55 Prozent. Amtsleiterin Simone Prüfer erklärte, man habe am Ende mehr gemacht als ursprünglich gedacht. Im Kreuzungsbereich Stauffenbergallee/Hammerweg wichen Lage und Tiefe vorhandener Leitungen von den Plänen ab, sodass umfangreiche Umplanungen nötig wurden. Zudem erwies sich der Unterbau der Fahrbahn nach dem Aufbruch als uneinheitlich. Hinzu kamen allgemeine Kostensteigerungen im Baubereich.
Warum auf eine grundhafte Sanierung verzichtet habe, erklärte Kühn mit einem ungewöhnlichen Vergleich: Man könne nicht überall einen Benz bauen. Angesichts der Dringlichkeit, der finanziellen Lage der Stadt und der vielen anderen Großprojekte sei aber mehr als ein VW Golf dabei herausgekommen.
Radweg Radeburger Straße und Olbrichtplatz: Wann kommt die Verlängerung?
Für Radfahrer bleibt die Stauffenbergallee dennoch in zwei Punkten unvollständig. Eine Verlängerung des Radwegs Richtung Radeburger Straße bedürfe eines grundhaften Ausbaus, so Kühn – angesichts laufender Großprojekte und der Haushaltslage der Stadt sei damit erst mittelfristig zu rechnen.
Noch weiter weg ist der Radweg von der Rudolf-Leonhard-Straße in Richtung Elbe. Der solle erst kommen, wenn die Bahn nach der Sanierung der Königsbrücker Straße ihre Behelfsbrücke im Zuge des Neubaus des Haltepunkts Olbrichtplatz ersetzt habe, erläuterte Kühn. Da am Olbrichtplatz Kühn zufolge frühestens 2029 mit Bauarbeiten zu rechnen sei, dürften Radfahrer auf diesem Abschnitt noch mehrere Jahre auf eine Verbesserung warten.