Gut sechs Wochen nach den skandalösen Ausschreitungen während des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC hat der Deutsche Fußball-Bund harte Sanktionen gegen beide Klubs verhängt. Gastgeber Dynamo wurde durch das DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 91.200 Euro und einem teilweisen Zuschauerausschluss für zwei Heimspiele verurteilt. Hertha BSC soll 152.000 Euro zahlen. Das teilte der DFB am Mittwoch mit.

DFB-Sportgericht: Pyrotechnik als Waffe gegen Menschen

„Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde“, sagte Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts: „Da der Fall kein Standardfall ist, muss auch die Sanktion vom Standard abweichen.“

Ausschluss gilt für alle 9.000 Heim-Stehplätze bei einer Partie

Der Zuschauerteilausschluss soll im Harbig-Stadion für die K-Blöcke gelten und damit für sämtliche 9.000 Heim-Stehplätze. Für eines der beiden Heimspiele ist die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Dresden wird gegen das Urteil Einspruch einlegen, sagte Geschäftsführer Zimmermann.

Mindestens 17 Verletzte

Am Karsamstag hatten die Vorfälle für bundesweites Aufsehen gesorgt. Mindestens 17 Menschen wurden nach Angaben des DFB verletzt.