TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Köln (Nordrhein-Westfalen) – Die Bühne hat sie wieder! Nur vier Tage nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest in Wien stand Sarah Engels (33) Mittwochabend wieder in der Hauptrolle als Satine im Musical „Moulin Rouge!“ in Köln auf der Bühne. Das Publikum feierte sie mit besonderem Jubel und Beifallsstürmen. BILD war dabei und sprach danach mit Sarah über die letzten Tage.
Sarah Engels zu BILD: „Ich hatte noch nicht wirklich Zeit, den ESC zu verarbeiten und sacken zu lassen. Ich bin Sonntagabend nach Hause gekommen und habe alles für meine Kinder vorbereitet, damit sie gut in die Woche kommen. Dann hatte ich nur eine Probe und direkt meine erste Show hier in Köln. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass ich die ganzen Songs nicht mehr so abspulen kann, aber es war zum Glück noch alles da.“

BILD-Reporter Mark Pittelkau traf Sarah Engels in Köln bei ihrer Musical-Premiere
Foto: Patric Fouad
Ist so eine Show nach den stressigen Wochen nicht auch eine körperliche Anstrengung? Sarah zu BILD: „Natürlich braucht man dafür viel Energie, aber ich bin generell ein kleines Energiebündel. Ich habe in den letzten Tagen wenig geschlafen und mein Kopf hatte super viel zu verarbeiten. Ich bin zwar hart im Nehmen, aber auch ich muss mal irgendwann runterkommen. Das waren schon echt krasse Wochen. Die Nacht nach dem ESC war kurz und ich habe total wirres Zeug geträumt.“
Was hat sie geträumt? „Ich habe geträumt, dass ich zu meiner Moulin-Rouge-Probe gehe, nichts mehr wusste und der Regisseur richtig sauer auf mich war. Dazwischen habe ich immer wieder meinen ESC-Song ,Fire’ gesungen, aber auf der Musical-Bühne, als ich auf der Schaukel saß. Dann habe ich geträumt, ich habe den ESC gewonnen, also alles komplett verrückt!“

Sarah feierte ein umjubeltes Comeback auf der Musical-Bühne
Foto: Patric Fouad
Sarah Engels: „Ich habe sehr viel Herzblut in den ESC gesteckt“
Ärgert sie sich heute über das schlechte Ergebnis? „Nein. Aber ich hätte mir für Deutschland eine bessere Platzierung gewünscht. Ich persönlich habe von Anfang an gesagt, dass mir das Ranking eigentlich egal ist. Weil es mir nicht um die Platzierung ging, sondern um die Erfahrung, vor 180 Millionen Menschen zu singen. Und das ist so einmalig, dass man seinen eigenen Wert nicht an irgendwelchen Platzierungen messen sollte. Ich habe sehr viel Herzblut in den ESC gesteckt und würde es niemals bereuen, daran teilgenommen zu haben.“

Sarah singt alle Songs live, es sind Auszüge aus über 60 Liedern – alles ohne Teleprompter
Foto: Patric Fouad
ESC-Pause könnte Deutschland guttun
War die schlechte Platzierung als Drittletzte ein Schock für Sarah? „Ich habe natürlich damit gerechnet und es war auch keine Überraschung für mich. Ich bin eher vom Schlimmsten ausgegangen. Aber ich hätte mich gefreut, wenn es besser ausgefallen wäre.“
Sollte Deutschland weiterhin am ESC teilnehmen? „Grundsätzlich könnte es Deutschland guttun, auch mal ein Jahr zu pausieren. Aber ich bin auch kein Orakel. Es ist ja auch nicht so, dass Deutschland es noch nie geschafft hätte. Ich glaube nur, dass die Wahrnehmung nach außen über Deutschland kritisch ist und wir auch ein bisschen mehr Haltung haben sollten für uns alle.“
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über “ Widerruf Tracking und Cookies “ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier. Kein zweiter ESC für Sarah Engels
Was ist der Unterschied zwischen ESC und dem Musical? Sarah zu BILD: „Beim Eurovision sind es drei Minuten, wo man tausend Prozent gibt und sein Leben opfert. Und hier beim Musical sind es drei Stunden, und du musst deine Ausdauer gut trainiert haben, um das durchzuhalten. Man kann es nicht vergleichen, es hat beides eine Magie für sich und mein Herz erobert.“
Würde sie noch einmal beim ESC antreten? Sarah: „Nein. Aber eigentlich nur aus dem Grund, weil es nur beim ersten Mal diese besondere Magie hat. Ich glaube, ein zweites Mal würde mich das dann eher enttäuschen. Und es war beim ersten Mal so besonders, dass ich das genau so in Erinnerung behalten möchte.“