Steigende Benzinpreise
Trump verliert bei Republikanern Zustimmung für Wirtschaftspolitik
21.05.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Präsident Trump unterschreibt einen Hut, während er im Mai 2026 Gäste zu einem Picknick im Weißen Haus begrüßt. (Quelle: IMAGO/Samuel Corum / Pool via CNP /MediaPunch/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Tanken wird auch in den USA immer teurer. Das nehmen die Republikaner ihrem Präsidenten offenbar übel. Für Trump könnte das in den Kongresswahlen ein Problem werden.
US-Präsident Donald Trump verliert bei einem zentralen Thema Rückhalt in der eigenen Partei. Laut einer neuen Umfrage des Norc-Instituts in Zusammenarbeit mit der Nachrichtenagentur „American Press“ sind 37 Prozent der Republikaner mit seiner Wirtschaftspolitik unzufrieden. Im Februar waren es noch 21 Prozent. Das könnte auf einen Wandel innerhalb der Wählerbasis des US-Präsidenten hindeuten und den Republikanern bei den Kongresswahlen im November 2026 Schwierigkeiten bereiten.
Trump hatte die Stärkung der Wirtschaft und die Bekämpfung der Inflation 2024 zu einem zentralen Thema seines Wahlkampfes gemacht. Doch auch ein Jahr nach seinem Amtsantritt haben die US-Amerikaner mit einer schwierigen Wirtschaftslage und hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Im Zuge des Irankriegs belasten insbesondere die steigenden Benzinpreise die Bevölkerung. Knapp drei Monate nach Beginn des Konfliktes missbilligen zudem 30 Prozent der Republikaner Trumps Umgang mit dem Iran.
Donald Trump: Das will er nach seiner Amtszeit machen
Bemerkenswerte Erfolge: Trumps Vergeltungsschlag gelingt
Trumps Migrationspolitik weiterhin beliebt
Auch über die Parteigrenzen hinweg fällt die Bewertung der Wirtschaftspolitik schlecht aus: Nur 30 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit seinem Kurs. Die allgemeine Zufriedenheit mit Trumps Präsidentschaft verbesserte sich im Vergleich zum April allerdings leicht von 33 auf 37 Prozent. Die Umfrage wurde vom 14. bis 18. Mai unter 1.117 Erwachsenen durchgeführt. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,8 Prozentpunkten.
Am meisten punktet Trump mit seiner Migrationspolitik, bei der die allgemeine Zustimmung leicht auf 45 Prozent gestiegen ist. Unter den Republikanern äußerten sich sogar 83 Prozent positiv zur Migrationspolitik des US-Präsidenten.
Kongresswahlen: Ein Test für den Präsidenten
Die parteiinternen Vorwahlen der Republikaner zeigen Trump dementsprechend weiterhin als dominante Figur in der Partei. In Kentucky setzte sich der von Trump unterstützte Ed Gallrein gegen den Abgeordneten Thomas Massie durch, der Trumps Umgang mit den Epstein-Akten und dem Irankrieg kritisiert hatte. Auch in Louisiana verlor Senator Bill Cassidy seine Vorwahl. Cassidy hatte nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 im anschließenden Amtsenthebungsverfahren für eine Verurteilung Trumps gestimmt. In Lousiana zogen die von Trump unterstützten Kandidaten Julia Letlow und John Fleming in die Stichwahl ein.
Trumps Beliebtheit dürfte bei den Kongresswahlen eine wichtige Rolle spielen. Die sogenannten Midterms gelten als Stimmungstest für den Amtsinhaber. Historisch verliert die Partei des Präsidenten dabei oft Sitze im Kongress.
Während Trumps erster Amtszeit 2018 gewannen die Demokraten die landesweite Stimmenmehrheit bei den Kongresswahlen mit fast neun Punkten Vorsprung und eroberten 41 Sitze im Repräsentantenhaus. Unter Joe Biden 2022 legten wiederum die Republikaner um neun Sitze zu. Schlechte Zustimmungswerte für Trump könnten die Chancen der Demokraten erhöhen, bei den Kongresswahlen im November ähnlich deutliche Gewinne zu erzielen.
