Dr. Fiona Kolbinger. Foto: Jung-StiftungDr. Fiona Kolbinger. Foto: Jung-Stiftung

Jung-Preis für Chirurgin (und Sportlerin) Fiona Kolbinger von der Uniklinik Dresden

Dresden/Hamburg, 21.05.26. Dr. Fiona Kolbinger spannt in Dresden „Künstliche Intelligenz“ (KI) für Suche nach den tieferen Ursachen ein, warum manche Krebs-OPs gut verlaufen und andere misslingen. Datenanalysen vergangener Eingriffe sollen dabei helfen, onkologische Rektum-Operationen sicherer und verträglicher für die Patienten zu machen. Für ihre Forschungen an der Schnittstelle von Chirurgie, Datenwissenschaft und KI bekommt die Dresdner Medizinerin heute Abend den mit 210.000 Euro dotierten „Jung-Karriere-Förderpreis 2026“. Das hat die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung aus Hamburg angekündigt.

„Nur weil noch niemand einen bestimmten Weg gegangen ist, heißt das nicht, dass er nicht zum Ziel führt.“
Medizinerin und Rennfahrerin Dr. Fiona Kolbinger

Die 30-jährige Onkologin Fiona Kolbinger forscht und arbeitet als Ärztin in der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Uniklinikum Dresden sowie der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Ihre Spezialgebiete sind die Kinder-Krebsforschung und die innere Chirurgie. Sie hat sich dabei besonders der datengetriebenen Forschung und den kausalen Modellen verschrieben. Die Idee dabei: Wenn sie – teils mit KI-Hilfe – genug Daten erfolgreicher und missglückter Krebs-OPs auswertet, erkennt sie darin Muster, die erklären, weshalb und wie solche Eingriffe komplikationslos oder -arm gelungen können. Dabei kooperiert sie unter anderem mit dem „Else-Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit“ und dem „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Dresden. Seit 2024 leitet sie zudem an der „Purdue University“ in den USA eine Forschungsgruppe, in der Medizinerinnen, Datenwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen interdisziplinär zusammenarbeiten.

Als siegreiche Rennradlerin legt Kolbinger Tausende Kilometer zurück

Sportfreunden ist die Ärztin auch als Radrenn-Sportlerin bekannt: Fiona Kolbinger. Sie hat in Langstrecken-Fahrradrennen bereits mehrere Preise gewonnen, unter anderem als Erstplatzierte beim über 4000 Kilometer langen „Transcontinental Race 2019“.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Jung-Stiftung, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt