Köpenicker zahlen Ablöse 

Thuns Meistermacher Lustrinelli unterschreibt bei Union Berlin

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Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 09:32 Uhr und wurde anschließend aktualisiert.

Union Berlin hat einen neuen Trainer für die kommende Saison gefunden. Wie zunächst „Sky“ berichtete und am Donnerstagnachmittag offiziell bestätigt wurde, hat Thuns Meistertrainer Mauro Lustrinelli bei den Eisernen unterschrieben. Um 16 Uhr ist die Vorstellung des 50-Jährigen geplant. Union muss rund 1 Million Euro Ablöse an den FC Thun entrichten, heißt es.

„Mauro Lustrinelli hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern. Zudem entspricht seine Art Fußball spielen zu lassen unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver spielen, verstärkt junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein”, erklärte Sportchef Horst Heldt. „Wir sind überzeugt, dafür den richtigen Trainer gewonnen zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Lustrinelli erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim 1. FC Union Berlin. Union ist ein besonderer Verein mit klaren Werten und ehrlichen Menschen. Ich bin hoch motiviert und voller Vorfreude, um gemeinsam mit den Gremien, den Mitarbeitern, den Fans und natürlich mit der Mannschaft eine neue Reise zu beginnen. Mit Zusammenhalt, Leidenschaft, ehrlicher Arbeit und Mut können wir zusammen erfolgreich sein.”

Der Schweizer folgt auf Interimslösung Marie-Louise Eta, die für den entlassenen Steffen Baumgart übernommen hatte und den Klub zum Klassenerhalt führte. Lustrinellis Vertrag in Thun war noch bis 2028 gültig. Bereits im Winter sollen mehrere deutsche Klubs an dem Coach dran gewesen sein, die Freigabe habe er allerdings erst nach dem Titelcoup mit dem Aufsteiger in der Super League erhalten.

„Die Meisterschaft ist beendet. Wir haben den größten Erfolg erreicht, den wir erreichen konnten“, bilanzierte Lustrinelli jüngst im Transfermarkt-Interview. Der richtige Moment für den nächsten Schritt scheint gekommen. Lustrinelli, der fließend Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch spricht, galt als Wunschkandidat bei Unions Trainersuche. Dazu wollte er sich nicht konkret äußern: „Bezüglich meiner Zukunft stehe ich mit dem FC Thun und meinem Umfeld im Austausch. Mehr gibt es zum derzeitigen Moment nicht zu sagen.“ Inzwischen sind die Angelegenheiten final geklärt.

Union Berlin: Sorgfalt vor Schnelligkeit bei der Trainerauswahl

Union-Präsident Dirk Zingler ließ auf der Mitgliederversammlung am Dienstag durchblicken, dass zeitnah ein neuer Trainer präsentiert werden sollte. Neben persönlichen Gesprächen erfolge die Auswahl auch sehr datenbasiert. Die Verantwortlichen hätten zuerst eine lange Liste abgearbeitet und sich schlussendlich auf drei Kandidaten festgelegt, schilderte Zingler. „Wir haben uns mit den drei Kandidaten getroffen und Analysen durchgeführt“, erklärte der 61-Jährige. „Aus den dreien wird es einer werden.“ Dabei betonte Zingler, dass bei der Auswahl des Übungsleiters „Sorgsamkeit vor Schnelligkeit“ gehe.


Trotz der Sorgfalt drängte die Zeit, da der neue Trainer auch bei der Zusammenstellung des neuen Kaders zugegen sein soll. Zingler engte deshalb den Zeitrahmen auf die kommenden zwei Wochen ein: „Wir lassen uns nicht ewig Zeit und hoffen, schon im Mai einen neuen Trainer präsentieren zu können.“ Der neue Mann an der Seitenlinie soll vor allem auch einen Fokus auf Talente setzen. „Die Verjüngung des Kaders auf hohem Niveau macht uns Freude. Der pragmatische Ansatz ist jetzt ein anderer, wir verlassen den Weg unserer ersten Phase in der Bundesliga. Diese Phase haben wir ausgereizt. Wir schließen das ab, weil der Klub sich weiterentwickeln soll. Das ist eine logische Veränderung, die immer mit Risiko behaftet ist. Und es wird auch seine Zeit dauern. Wir haben uns aber zu dem Schritt bewusst entschieden“, führte Zingler aus.

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